Erinnern an traurige und schöne Momente

Kategorie: Allgemein

Handgeschriebenes Testament mit Füller auf einem Holztisch

Testament und Erbrecht: Was Angehörige wissen sollten

Nach einem Todesfall stehen Angehörige vor Fragen, die sie vorher nie gestellt haben. Wer soll erben? Gilt das Testament? Bekommt ein enterbtes Kind seinen Pflichtteil? Rund um das Erbrecht kursieren dabei Annahmen, die sich hartnäckig halten und im Ernstfall zu teuren Fehlern führen. Wer rechtlichen Beistand braucht, um Ansprüche durchzusetzen, findet in diesem Ratgeber zum Rechtsschutz die Grundlagen dazu, was eine Police im Streitfall übernimmt.

Diese sechs Irrtümer begegnen einem am häufigsten.

Irrtum 1: Ohne Testament erbt der Ehepartner alles

Das stimmt fast nie. Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge, und die teilt den Nachlass unter mehreren Erben auf.

Nach der gesetzlichen Erbfolge und beim Güterstand der Zugewinngemeinschaft erbt der überlebende Ehepartner:

  • neben Kindern: die Hälfte des Nachlasses, die andere Hälfte teilen sich die Kinder,
  • neben Eltern oder Geschwistern des Verstorbenen, ohne Kinder: drei Viertel,
  • ohne jede weitere Verwandtschaft: alles.

Wie sich der Nachlass konkret aufteilt, zeigt die Übersicht:

Konstellation Ehepartner Übrige Erben
Ehepartner und ein Kind 1/2 Kind 1/2
Ehepartner und zwei Kinder 1/2 je Kind 1/4
Ehepartner und drei Kinder 1/2 je Kind 1/6
Ehepartner und Eltern des Verstorbenen 3/4 Eltern 1/4
Ehepartner ohne weitere Verwandte alles keine

Die Angaben gelten für den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Der häufigste Fall ist der zweite. Bei zwei Kindern erbt der Ehepartner die Hälfte, jedes der Kinder ein Viertel. Das Haus gehört damit einer Erbengemeinschaft, und die kann nur gemeinsam entscheiden. Jeder Erbteil ist dabei unteilbar mit dem gesamten Nachlass verbunden.

Genau daraus entstehen die meisten Streitigkeiten unter Erben. Will ein Kind seinen Erbteil ausgezahlt bekommen, muss der überlebende Elternteil Geld beschaffen oder verkaufen. Ein Berliner Testament, in dem sich Ehepartner gegenseitig zu Alleinerben einsetzen, verhindert das. Die Kinder erben dann erst nach dem Tod des zweiten Elternteils, können aber schon vorher den Pflichtteil verlangen.

Irrtum 2: Wer enterbt ist, bekommt nichts

Der Erblasser kann durch Testament frei bestimmen, wer erben soll. Enge Angehörige, die dadurch von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen sind, haben aber Anspruch auf den Pflichtteil. Der Pflichtteil greift immer dann, wenn ein Testament vom gesetzlichen Erbrecht abweicht.

Dieser Anspruch steht in § 2303 BGB. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, also die Hälfte dessen, was der Pflichtteilsberechtigte ohne Testament geerbt hätte.

Pflichtteilsberechtigte sind nach dem Erbrecht diese Personen:

  1. Kinder, auch adoptierte und nichteheliche.
  2. Ehepartner und eingetragene Lebenspartner.
  3. Enkel und Urenkel, aber nur, wenn kein direkter Abkömmling vorhanden ist, der selbst Anspruch erhebt.
  4. Eltern des Verstorbenen, ebenfalls nur, wenn keine Abkömmlinge da sind.

Geschwister sind keine Pflichtteilsberechtigten. Wer sie im Testament übergeht, hat sie tatsächlich enterbt, ohne dass sie etwas erben.

Wichtig ist die Rechtsnatur: Der Pflichtteil ist kein Erbteil, sondern ein Geldanspruch gegen die Erben. Ein pflichtteilsberechtigtes Kind wird also nicht Miteigentümer des Hauses. Es kann von den Erben nur den Wert seines halben gesetzlichen Erbteils in Geld verlangen.

Irrtum 3: Der Pflichtteil verjährt nicht

Der Pflichtteil verjährt, und zwar zügig. Der Anspruch muss innerhalb von drei Jahren gegenüber den Erben geltend gemacht werden, außergerichtlich oder per Klage. Die Frist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Pflichtteilsberechtigte vom Erbfall und von seiner Enterbung erfahren hat.

Ein Beispiel: Der Vater stirbt im März 2026, das Kind erfährt im April vom Testament. Die Frist läuft dann bis zum 31. Dezember 2029.

Damit der Pflichtteil überhaupt beziffert werden kann, brauchen Pflichtteilsberechtigte ein Nachlassverzeichnis. Sie haben Anspruch darauf, dass die Erben es erstellen, auf Verlangen auch notariell. Die Kosten trägt der Nachlass.

Rechnen Sie mit Aufwand: Zwischen der ersten Aufforderung und der Auszahlung vergehen bei strittigen Fällen ein bis zwei Jahre.

Irrtum 4: Ein Testament muss zum Notar

Ein eigenhändiges Testament ist im Erbrecht genauso wirksam wie ein notarielles, wenn es die Formvorschriften erfüllt:

  • Vollständig handschriftlich, vom ersten bis zum letzten Wort. Ein am Computer geschriebenes und unterschriebenes Testament ist unwirksam.
  • Mit vollständiger Unterschrift, also Vor- und Nachname.
  • Mit Ort und Datum, weil sonst bei mehreren Testamenten unklar bleibt, welches gilt.

Sinnvoll ist die Hinterlegung beim Nachlassgericht, die einmalig etwa 75 Euro kostet. Ein Testament in der Schublade wird im Zweifel nicht gefunden oder verschwindet, und dann greift wieder die gesetzliche Erbfolge.

Für ein notarielles Testament sprechen zwei Gründe: Es ersetzt später den Erbschein, was mehrere hundert Euro spart, und der Notar prüft die Formulierungen. Bei komplizierten Konstellationen, etwa Unternehmen im Nachlass oder Patchworkfamilien, ist das die sichere Variante.

Irrtum 5: Schulden erbt man nicht mit

Doch, das tut man. Wer erbt, tritt in die gesamte Rechtsposition des Erblassers ein, einschließlich der Verbindlichkeiten. Ein überschuldeter Nachlass kann das eigene Vermögen aufzehren, und das gilt für jeden Erben in gleicher Weise.

Dagegen hilft die Ausschlagung. Die Frist beträgt sechs Wochen ab Kenntnis vom Erbfall und vom Grund der Berufung. Lebte der Verstorbene im Ausland oder hält sich der Erbe dort auf, sind es sechs Monate.

Diese Frist ist kurz, und sie ist eine Ausschlussfrist. Wer sie versäumt, hat die Erbschaft angenommen und muss als Erbe für die Schulden des Erblassers einstehen, auch ohne ausdrückliche Erklärung.

Was Angehörige in den ersten Tagen ohnehin zu erledigen haben, verschiebt diese Prüfung leicht nach hinten. Der Überblick über die ersten Schritte und Formalitäten im Todesfall hilft dabei, die Fristen nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei Unsicherheit über die Vermögenslage gibt es Zwischenwege: die Nachlassverwaltung, das Nachlassinsolvenzverfahren und die Dürftigkeitseinrede. Alle drei begrenzen die Haftung auf den Nachlass.

Irrtum 6: Wer pflegt, bekommt automatisch mehr

Pflegeleistungen werden nicht automatisch honoriert. Das Erbrecht kennt allerdings einen Ausgleichsanspruch für Abkömmlinge, die den Erblasser über längere Zeit gepflegt und dadurch auf eigenes Einkommen verzichtet haben.

Dieser Anspruch wird vor der Erbteilung aus dem Nachlass vorweg abgezogen und erhöht damit den Erbteil der pflegenden Person. Er setzt voraus, dass die Pflege über das übliche Maß hinausging und unentgeltlich erfolgte.

In der Praxis ist er schwer durchzusetzen, weil die Leistungen nachgewiesen werden müssen. Wer jahrelang pflegt, sollte deshalb dokumentieren: Zeitraum, Umfang, aufgegebene Arbeitsstunden.

Sauberer ist die Regelung im Testament. Ein Vermächtnis über einen bestimmten Betrag oder Gegenstand für die pflegende Person schafft Klarheit, bevor es Streit gibt.

Was Sie konkret tun sollten

  • Prüfen Sie, ob ein Testament existiert, und liefern Sie es beim Nachlassgericht ab. Die Pflicht dazu trifft jeden, der es findet.
  • Verschaffen Sie sich innerhalb der ersten Wochen einen Überblick über den Nachlass, also über Vermögen und Schulden.
  • Halten Sie die Sechs-Wochen-Frist für eine mögliche Ausschlagung im Blick.
  • Fordern Sie als Pflichtteilsberechtigter frühzeitig ein Nachlassverzeichnis an, sonst lässt sich der Pflichtteil nicht beziffern.
  • Lassen Sie bei größeren Nachlässen die Erbschaftsteuer prüfen. Die Freibeträge liegen bei 500.000 Euro für Ehepartner und 400.000 Euro pro Kind.
  • Regeln Sie das eigene Testament, solange Sie es in Ruhe tun können.

Der letzte Punkt ist der, den fast alle aufschieben. Dabei kostet ein handschriftliches Testament nichts außer einer halben Stunde und einem Blatt Papier. Was es den Hinterbliebenen erspart, zeigt sich erst später, dann aber deutlich.

Wer bereits in dieser Situation ist, findet in der Beschreibung dazu, wie eine Trauerfeier abläuft, die praktischen Schritte der ersten Wochen.

Spirituelle Gesundheit: Wenn die Seele mitwächst Erschöpfung zeigt sich längst nicht mehr

Spirituelle Gesundheit: Wenn die Seele mitwächst

Erschöpfung zeigt sich längst nicht mehr nur im Körper, sondern immer häufiger auch im Inneren. Genau an diesem Punkt setzt das Konzept der spirituellen Gesundheit an.

Gesundheit wird heute selten noch allein über Blutwerte oder Fitness definiert. Fachleute aus Medizin und Pflege sprechen zunehmend von einem ganzheitlichen Bild.

Dieses Bild schließt Körper, Geist und Seele gleichermaßen ein. Spirituelle Gesundheit meint dabei die Fähigkeit, dem eigenen Leben Sinn zu geben. Ebenso gehört dazu, Krisen mit innerer Stabilität zu begegnen. Mit Religion im engeren Sinn hat das nicht zwingend zu tun, kann sich aber daraus speisen.

Wer sich mit dieser Dimension beschäftigt, stößt schnell auf Fragen nach Werten, Verbundenheit und innerer Ruhe. Diese Fragen begleiten Menschen oft ein Leben lang.

Hintergrund zur spirituellen Gesundheit

Der Begriff Spiritualität stammt vom lateinischen Wort für Geist und Atem ab. Ursprünglich war er eng mit religiösen Traditionen verbunden.

Im Lauf des vergangenen Jahrhunderts hat sich das Verständnis deutlich erweitert. Auch außerhalb kirchlicher Kontexte wird heute von spirituellem Wohlbefinden gesprochen.

Gemeint ist damit eine innere Haltung, die Sinnerleben und Werteorientierung einschließt, unabhängig von konkreter Glaubenszugehörigkeit.

Spirituelle Ressourcen spielen anerkannte Rolle

Die Wissenschaft interessiert sich seit einigen Jahrzehnten verstärkt für diesen Bereich. Das Konzept der Salutogenese fragt danach, was Menschen trotz Belastung gesund hält.

Spirituelle Ressourcen spielen in diesem Modell eine anerkannte Rolle, neben sozialen und körperlichen Faktoren. Dass sich Theologie und Medizin diesem Thema inzwischen gemeinsam widmen, zeigen eigene Studiengänge zu Spiritual Care an deutschen Universitäten. Dort arbeiten Seelsorge und Gesundheitswesen bewusst zusammen.

Wie sich spirituelle Gesundheit im Alltag konkret zeigt, wird deutlich, sobald man einzelne Dimensionen genauer betrachtet.

Dimensionen spiritueller Gesundheit im Überblick

Dieses Zusammenspiel setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die sich gegenseitig stützen. Vier Bereiche treten dabei besonders häufig hervor.

Sinn und persönliche Werte

Ein zentraler Baustein ist die Frage nach dem eigenen Lebenssinn. Wer weiß, wofür er steht, findet in schwierigen Phasen eher Orientierung.

Persönliche Werte wirken dabei wie ein innerer Kompass. Sie helfen, Entscheidungen zu treffen und das eigene Handeln stimmig zu gestalten.

Stille und Achtsamkeit

Regelmäßige Momente der Stille schaffen Abstand zum Alltag. Meditation, Gebet oder bewusstes Atmen zählen zu den bekanntesten Wegen dorthin.

Auch kurze Pausen zwischen Terminen können bereits helfen, wieder zu sich selbst zu finden. Wer allein nicht weiterkommt, findet durch ein spirituelles Coaching häufig eine Begleitung, die beim Aufbau solcher Routinen unterstützt.

Gemeinschaft und Verbundenheit

Der Austausch mit anderen Menschen stärkt das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Das kann eine Glaubensgemeinschaft sein, aber ebenso ein Verein oder Freundeskreis.

Auch ehrenamtliches Engagement oder regelmäßige Treffen in kleinen Gruppen können dieses Gefühl der Verbundenheit fördern.

Verbundenheit reduziert Einsamkeit und wirkt sich nachweislich auf das seelische Gleichgewicht aus. Studien aus der Gesundheitsforschung bestätigen diesen Zusammenhang wiederholt.

Rituale und Erinnerung

Feste Rituale geben Halt, besonders in Übergangszeiten wie Trauer, Geburt oder Abschied. Sie schaffen einen verlässlichen Rahmen für starke Gefühle.

Digitale Angebote wie unsere Plattform der Erinnerung greifen diesen Gedanken auf und bieten Raum, Verstorbenen einen bleibenden Platz im eigenen Leben zu geben.

Nachdem die einzelnen Dimensionen umrissen sind, lohnt sich der Blick auf konkrete Wege, spirituelle Gesundheit im Alltag zu stärken.

Tipps für mehr spirituelle Gesundheit

Sie lässt sich nicht erzwingen, wohl aber behutsam fördern. Kleine, wiederkehrende Gewohnheiten zeigen dabei oft mehr Wirkung als große Vorsätze.

  • Täglich einige Minuten bewusste Stille einplanen, etwa durch Atemübungen oder einen kurzen Spaziergang in der Natur.
  • Ein Dankbarkeitstagebuch führen und regelmäßig festhalten, was an einem Tag gutgetan hat.
  • Kontakt zu Menschen pflegen, mit denen tiefergehende Gespräche über Sinn und Werte möglich sind.
  • Persönliche Rituale entwickeln, etwa für besondere Anlässe oder zur Verarbeitung von Verlust.

Fachlich begleitete Programme können diesen Prozess zusätzlich unterstützen. Das gilt besonders in Umbruchphasen, in denen eigene Kraft allein oft nicht ausreicht.

Ebenso hilfreich ist es, sich bewusst Zeit für Reflexion zu nehmen, etwa durch regelmäßige Spaziergänge oder ruhige Momente am Tagesende.

Auch Hochschulen befassen sich inzwischen intensiv mit dem Thema. Einen Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten zu Spiritualität im Gesundheitswesen bietet eine öffentlich zugängliche Übersicht mit Studien und Fachtexten.

Solche Quellen zeigen, dass spirituelle Gesundheit längst kein Randthema mehr ist, sondern ernsthaft erforscht wird.

Fazit zur spirituellen Gesundheit

Sie ist kein abstraktes Ideal, sondern ein Zusammenspiel aus Sinn, Stille, Gemeinschaft und Ritualen. Wer diese Bereiche im Alltag pflegt, stärkt seine innere Widerstandskraft spürbar.

Gerade in herausfordernden Lebensphasen zeigt sich, wie wertvoll eine stabile innere Haltung sein kann. Kleine, regelmäßige Schritte reichen dafür oft schon aus. Wer diesen Weg geht, gewinnt langfristig mehr als nur einen Moment der Ruhe. Er stärkt eine Grundlage, die durch viele Lebensphasen trägt.

So bleibt am Ende ein einfacher Gedanke: Innere Stärke wächst nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt im Alltag.

Ruhiger Friedhofsweg mit Bäumen im Herbstlicht

Sterbegeldversicherung: Sinnvolle Vorsorge oder unnötig?

Seit 2004 zahlt die gesetzliche Krankenkasse kein Sterbegeld mehr. Seitdem tragen Angehörige die Kosten einer Bestattung vollständig selbst, und die sind höher, als die meisten vermuten. Eine einfache Bestattung kostet 3.000 bis 5.000 Euro. Mit Grabstein, Trauerfeier und Grabpflege summieren sich die Kosten auf 8.000 bis 13.000 Euro.

Genau in diese Lücke zielt die Sterbegeldversicherung. Ob diese Versicherung sinnvoll ist, hängt von fünf Faktoren ab.

1. Was eine Sterbegeldversicherung leistet

Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung. Diese Versicherung zahlt im Todesfall eine vorher festgelegte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen, üblicherweise zwischen 2.000 und 15.000 Euro.

Drei Eigenschaften unterscheiden sie von anderen Policen:

  • Keine Gesundheitsprüfung. Die meisten Anbieter verzichten darauf oder stellen nur wenige Fragen. Auch mit Vorerkrankungen bekommen Sie einen Vertrag.
  • Aufnahme bis ins hohe Alter. Der Abschluss ist meist bis 80 Jahre möglich, bei einigen Versicherern bis 85.
  • Lebenslange Leistung. Anders als bei der Risikolebensversicherung endet der Schutz nicht mit einem festen Ablaufdatum.

Der Preis dafür ist eine Wartezeit. In den ersten ein bis drei Jahren zahlt die Sterbegeldversicherung bei Tod durch Krankheit meist nur die eingezahlten Beiträge zurück. Bei einem Unfall greift der volle Schutz sofort.

2. Was eine Bestattung tatsächlich kostet

Um die passende Versicherungssumme zu bestimmen, brauchen Sie realistische Zahlen:

Position Typische Kosten
Bestatter (Grundleistung, Sarg, Überführung) 2.000–4.000 €
Friedhofsgebühren und Grabnutzung 1.000–3.500 €
Grabstein oder Grabmal 1.500–5.000 €
Trauerfeier, Blumen, Musik 500–2.000 €
Traueranzeigen und Danksagungen 300–800 €
Trauerkaffee 300–1.000 €
Grabpflege (über 20 Jahre) 2.000–6.000 €

Kosten einer Bestattung in Deutschland, je nach Region und Bestattungsart unterschiedlich.

Die Unterschiede zwischen den Bestattungsarten sind erheblich. Eine anonyme Urnenbestattung kostet ab etwa 1.500 Euro, eine klassische Erdbestattung mit Familiengrab und Grabstein leicht das Zehnfache. Auch bei der Grabstelle selbst gibt es große Spannen, wie sich an modernen Grabgestaltungen zeigt, die von schlicht bis aufwendig reichen.

Wer sich vorab informieren möchte, findet beim Bundesverband Deutscher Bestatter Hinweise zu Ablauf und Leistungen. Ein Kostenvoranschlag mehrerer Bestatter lohnt sich, weil die Preise regional stark schwanken.

3. Für wen die Sterbegeldversicherung sinnvoll ist

Die Antwort hängt stark vom Alter und der finanziellen Situation ab:

Sinnvoll für Menschen zwischen 55 und 80 Jahren, die keine ausreichenden Rücklagen haben und ihren Angehörigen die Bestattungskosten nicht hinterlassen wollen. In diesem Alter ist eine günstige Risikolebensversicherung meist nicht mehr zu bekommen, die Sterbegeldversicherung dagegen schon.

Sinnvoll bei Vorerkrankungen. Wer wegen seiner Gesundheit bei anderen Versicherungen abgelehnt wird, findet in der Sterbegeldversicherung eine der wenigen Möglichkeiten zur Vorsorge.

Sinnvoll für Alleinstehende ohne nahe Angehörige. Die Versicherungssumme lässt sich direkt an einen Bestatter abtreten, sodass die Bestattung wie gewünscht abläuft. Wer keine Angehörigen hat, sollte seine Wünsche zusätzlich schriftlich festhalten, damit später niemand raten muss.

Weniger sinnvoll für jüngere Menschen unter 50. Wer noch 30 Jahre in die Sterbegeldversicherung einzahlt, kommt am Ende oft auf mehr Beiträge, als ausgezahlt wird. Hier ist ein Sparplan die bessere Wahl.

Weniger sinnvoll bei ausreichendem Vermögen. Wer über 15.000 Euro liquide verfügt, braucht keine zusätzliche Absicherung für die Bestattung.

4. Was die Beiträge kosten

Die Beiträge richten sich nach Eintrittsalter, Versicherungssumme und Laufzeit. Zwei Beispiele für eine Versicherungssumme von 8.000 Euro:

  • Eintritt mit 55 Jahren: etwa 30 bis 45 Euro monatlich, Beitragszahlung bis 85
  • Eintritt mit 70 Jahren: etwa 60 bis 90 Euro monatlich, meist bis Lebensende

Rechnen Sie bei jeder Sterbegeldversicherung die Summe der Beiträge gegen die Versicherungssumme. Wer mit 55 einsteigt und 35 Euro über 30 Jahre zahlt, kommt auf 12.600 Euro eingezahlte Beiträge bei 8.000 Euro Leistung. Die Rechnung geht nur auf, wenn der Versicherungsfall früher eintritt.

Achten Sie außerdem auf diese Punkte im Vertrag:

  1. Beitragsfreistellung ab einem bestimmten Alter. Gute Tarife enden mit der Beitragszahlung bei 85, schlechtere kassieren bis zum Tod.
  2. Überschussbeteiligung. Sie erhöht die Versicherungssumme über die Jahre und gleicht einen Teil der Inflation aus.
  3. Wartezeit. Drei Jahre sind lang. Es gibt Anbieter mit nur zwölf Monaten.
  4. Weltweiter Schutz. Wichtig, wenn eine Überführung aus dem Ausland nötig werden könnte.

5. Die Alternativen im Vergleich

Eine Sterbegeldversicherung ist nicht der einzige Weg zur Vorsorge. Drei Alternativen kommen infrage:

Das eigene Sparkonto. Die einfachste und flexibelste Lösung. Sie zahlen monatlich einen festen Betrag auf ein Tagesgeldkonto, bekommen Zinsen und kommen jederzeit an das Geld. Der Nachteil: In den ersten Jahren reicht die Summe noch nicht, und im Todesfall ist das Konto Teil des Nachlasses. Bis zur Klärung der Erbfolge können Wochen vergehen, in denen Angehörige die Rechnungen vorstrecken müssen. Wer sich einen Überblick über die Formalitäten nach einem Todesfall verschafft, erkennt schnell, wie eng die Fristen dabei sind.

Der Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto. Sie vereinbaren die Bestattung im Detail mit einem Bestatter und zahlen den Betrag auf ein Treuhandkonto ein. Das Geld ist insolvenzgeschützt und fällt nicht in den Nachlass. Die Bestattung läuft genau so ab, wie Sie es festgelegt haben. Nachteil: Sie legen sich auf einen Bestatter fest.

Die Risikolebensversicherung. Für jüngere Menschen die deutlich günstigere Versicherung. Bei einem 40-Jährigen kostet eine Absicherung über 100.000 Euro oft weniger als eine Sterbegeldversicherung über 8.000 Euro. Wer die Absicherung der Familie insgesamt regeln will, sollte die Risikolebensversicherung als Alternative prüfen, bevor er sich für eine reine Bestattungsvorsorge entscheidet.

Lösung Vorteil Nachteil
Sterbegeldversicherung keine Gesundheitsprüfung, sofort im Todesfall verfügbar teuer bei langer Laufzeit
Sparkonto flexibel, verzinst fällt in den Nachlass, anfangs zu klein
Treuhandkonto beim Bestatter insolvenzgeschützt, Wünsche festgelegt Bindung an einen Bestatter
Risikolebensversicherung sehr günstig bei jungem Eintritt Gesundheitsprüfung, endet mit Ablauf

Die passende Lösung hängt vor allem vom Alter beim Abschluss ab.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Orientieren Sie sich an den tatsächlich geplanten Kosten, nicht an Pauschalen. Eine praktikable Rechnung:

  • Einfache Urnenbestattung mit kleiner Feier: 4.000 bis 6.000 Euro
  • Erdbestattung mit Trauerfeier und Grabstein: 8.000 bis 12.000 Euro
  • Zusätzlich Grabpflege für 20 Jahre: plus 2.000 bis 6.000 Euro

Wählen Sie die Versicherungssumme lieber etwas höher, weil die Kosten über die Jahre steigen. Eine Überschussbeteiligung fängt einen Teil davon auf.

Wichtig für Angehörige: Die Auszahlung erfolgt meist innerhalb weniger Tage nach Vorlage der Sterbeurkunde. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einem Sparkonto, weil Bestatterrechnungen oft binnen zwei Wochen fällig werden. Das entlastet Angehörige in einer Situation, in der ohnehin viele Formalitäten zu erledigen sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 2004 gibt es kein gesetzliches Sterbegeld mehr, Angehörige tragen die Bestattungskosten allein.
  • Eine Bestattung kostet je nach Art zwischen 3.000 und 13.000 Euro.
  • Eine Sterbegeldversicherung lohnt sich vor allem zwischen 55 und 80 Jahren und bei Vorerkrankungen.
  • Unter 50 Jahren ist ein Sparplan oder eine Risikolebensversicherung meist günstiger.
  • Achten Sie auf Wartezeit, Ende der Beitragszahlung und Überschussbeteiligung.

Die ehrlichste Antwort auf die Frage, ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist, lautet: Es kommt auf das Alter an. Für einen 65-Jährigen ohne Rücklagen ist diese Versicherung eine der wenigen praktikablen Möglichkeiten. Für einen 40-Jährigen mit Sparplan ist sie ein teurer Umweg.

Die passende Urne wählen

Nachdem jemand gestorben ist oder bevor man selbst stirbt, sollte man sich ein Behältnis aussuchen, in dem man zur letzten Ruhe gebettet werden sollte. Und da die Feuerbestattung immer mehr und mehr an Beliebtheit zulegt, so ist es nur umso normaler, sich eine Urne herauszusuchen. Oder vielleicht auch eine eigene zu gestalten, um die eigene Persönlichkeit auszudrücken?

Ein Ausdruck der Persönlichkeit

Ob man sich nun selbst eine Urne aussucht oder die Angehörigen, sie soll stets ein Spiegelbild der Persönlichkeit des Verstorbenen sein. Dies kann sich in den Farben ausdrücken, in der Verzierung oder sogar der Form. Alles kann dazu beitragen, die Persönlichkeit zu treffen, den Menschen weiterleben zu lassen und ihm einen Abschied zu geben, der sich würdig anfühlt, gerecht, genugtuend.

Die Persönlichkeit ist das, was uns Menschen ausmacht. Die Persönlichkeit ist das, was einem Menschen bleibt, wenn er in der Erinnerung anderer weiterlebt. Also sollte auch die Urne diese Persönlichkeit gebührend ausdrücken.

Was für Urnen gibt es?

Da die Feuerbestattung immer beliebter wird, ist es nur klar, dass es immer mehr verschiedene Urnen gibt. Verschiedene Materialien, verschiedene Größen, verschiedene Farben. Eigentlich alles, was das Herz begehrt, kann man bekommen und so eine wirklich angemessene und schöne Bestattung ermöglichen, damit der Verstorbene sich hätte wohlfühlen können und mit der sich auch die Angehörigen deutlich wohlfühlen.

Man kann Urnen aus Blumen haben oder auch aus Holz, in der Form eines Baumstamms. Oder man kann direkt Stein wählen. Viele Dinge sind möglich. Hier muss die Persönlichkeit und die Vorlieben des Verstorbenen berührt werden, damit die Urne seine Urne ist, nicht vor allem die Urne der angehörigen.

Auch die Farben spielen hier eine große Rolle und sind vielfältig. Eigentlich ist jeder bekannte Farbton möglich, er muss nur gefallen. Jede Lieblingsfarbe kann getroffen werden, damit man diese Farbe des Verstorbenen noch mal vor sich hat, dass man den Verstorbenen in diesen Farben zur Ruhe bettet und sogleich fühlt man sich wohler, fühlt man sich so, als hätte man den letzten Gefallen noch mal erfüllt.

Urne selbst gestalten

Viele Materialen, von Blumen zu Stein und viele Farben, in allen Tönen. Das ist gut, doch kann man seine Urne eigentlich auch selbst erstellen?

Wenn man weiß, dass man nicht mehr lange zu leben hat, will man vielleicht das eine oder andere selbst noch bestimmen, solange man noch kann. Und vielleicht will man sich selbst eine Urne gestalten und das kann man auch. Ob man nun eine Urne selbst bemalt, mit Fingerfarben der Kinder, wenn man das will, oder direkt die Form und Farben und Schmuck bestimmt, bleibt einem selbst überlassen. Alles, was man machen kann, kann man machen. Eine Urne ist wesentlich leichter zu gestalten als ein Sarg, aber es ist natürlich eine Kostenfrage. Aber es ist möglich, sich seine letzte Ruhestätte, wenn man so will, selbst zu gestalten.

Nur der Betroffene hat zu bestimmen

Was immer man sich vorstellt, wer betroffen ist vom Tod, darf hier auch bestimmen und hat das letzte Wort. Nicht die Angehörigen müssen sich zwangsläufig wohlfühlen, sondern nur derjenige, der hier die letzte Ruhe finden wird.

Hübsche Steine für gepflegte Flächen und Gabionen

Die dänische Firma E. Krag Råstoffer A/S ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Lieferant für Steine aller Art für Baufirmen in Skandinavien und Norddeutschland. Das Material Stein kann in vielfältiger Weise Flächen aufwerten, Gebäuden ein interessantes Aussehen verleihen und Gebäude und Grundstücke schützen.

Kiesel aus der Nordsee

Nordseekiesel sind Natursteine mit einer Körnung von etwa 60 bis 80 mm. Sie stammen aus Skandinavien. Diese Steine haben verschiedene Farben. Das reicht von Rottönen bis zu Grau, Orange und Schwarz. Sie wurden in vielen Jahrtausenden vom Meer abgerundet, was ihnen ein besonders harmonisches und glattes Aussehen verleiht. Ihren Weg begannen diese Steine in der letzten Eiszeit, als sie von Gletschern auf dem Meeresboden abgelagert wurden.

 

Man kann diese Steine beispielsweise sehr gut einsetzen, um Gabionen zu befüllen. Durch ihre natürlichen Farben sorgen die Steine für ein interessantes Aussehen. Auch im Garten und auf öffentlichen Plätzen machen sie eine gute Figur. Man kann sie auch für stimmungsvolle Pflasterungen verwenden. In Teichanlagen eignen sie sich sehr gut als Laichkies.

Edelsplitte in vielen Farben und Körnungen

Unter einem Edelsplitt versteht man einen Splitt mit einer besonders harten und gebrochenen Körnung der Steine bis 8 mm. Diese Steine werden in Splittwerken gebrochen, sodass sie eine kubische Körnung bekommen. Das Ausgangsmaterial sind harte Gesteine wie Granit, Quarz und Basalt. In der Bauwirtschaft verwendet man Edelsplitte meist als obere Schicht, etwa bei Asphaltierungen.

 

Dieses Material lässt jedoch sehr viel mehr Möglichkeiten der Gestaltung zu. Weisser Edelsplitt als Kies auf einem Platz führt zu einem sauberen und feierlichen Aussehen dieser Fläche. Die Edelsplitte bei E. Krag stammen meist aus den Granitbrüchen in Norwegen, Schweden und Bornholm.

 

Die verschiedenen Steine, die dort zutage gefördert und gebrochen wurden, können auf dem großen Lagerplatz im Hafen von Aabenraa besichtigt werden. Dort gibt es Splitte in mehr als 25 Farben und in verschiedenen Körnungen.

Wie läuft eine Trauerfeier ab?

Eine Trauerfeier läuft im Idealfall so ab, wie sich das der Verstorbene bzw. die Verstorben oder es sich die Hinterbliebenen gedacht haben. Damit das so läuft, muss die Trauerfeier sehr gut geplant sein und sehr viele organisatorische Details beachtet werden. Hier können Vorsorgende, also Menschen, die sich schon zu Lebzeiten mit ihrer Trauerfeier beschäftigen, ihren Hinterbliebenen eine ganze Menge an Gedanken und Arbeit ersparen. In jedem Falle sollte aber die Trauerfeier von einem erfahrenen Bestatter begleitet werden, um alle Einzelheiten zu bedenken. Besser wird die gesamte Trauerfeier von einem Bestatter Stuttgart organisiert, der genau weiß, welche Fragen relevant sind und gefragt werden müssen, um eine würdevolle Trauerfeier zu gewährleisten. Das Bestattungsunternehmen Meister mit Herz und Verstand aus Stuttgart und Gerlingen hat seit über zehn Jahren Erfahrungen im Umgang mit Trauernden, in der Vorsorge und der Organisation und Durchführung von Trauerfeiern.

Zu einer Trauerfeier gehören folgende Komponenten, die geklärt werden müssen: Es muss geklärt werden, welche Bestattungsart gewünscht wird. Wird eine Erdbestattung gewünscht oder wird eine Feuerbestattung gewünscht? Die Frage nach der Einladung und der Anzahl der Trauergäste ist ebenso wichtig wie die Information über den Tod des Verstorbenen bzw. der Verstorbenen. Soll eine Traueranzeige in einer Zeitung erscheinen und wenn ja, wie soll diese aussehen? Die Traueranzeige kann in einer regionalen und/oder überregionalen Zeitung abgedruckt werden, dies je nach Budget und Bekanntheit des Verstorbenen bzw. der Verstorbenen. Ferner müssen Blumenschmuck, die musikalische Begleitung während der Trauerfeier und der Beisetzung, der Ort von Trauerfeier und Beisetzung, also der Friedhof, auf dem der Verstorbene bzw. die Verstorbene beigesetzt werden soll, festgelegt und bestellt werden. Dafür sind sehr viele Absprachen mit allen an einer Trauerfeier Beteiligten nötig. Außerdem muss die Kirche bzw. die Trauerhalle gemietet werden. Der Pfarrer oder weltliche Trauerredner muss ebenfalls angerufen werden, mit dem dann auch eine Terminabsprache getätigt werden muss.

Im Normalfall läuft eine Trauerfeier, nach der fachkundigen Organisation durch einen erfahrenen Bestatter, wie folgt ab: Vor der Trauerfeier können sich die Trauergäste, eventuell am offenen Sarg, von dem Verstorbenen bzw. der Verstorbenen verabschieden. Wenn ein Kondolenzbuch ausgelegt ist, ist es möglich, sich dort einzutragen, indem tröstende Worte und die Namen dort niedergeschrieben werden. Bei der eigentlichen Trauerfeier spricht ein Pfarrer oder ein weltlicher Redner, manchmal auch ein Angehöriger oder guter Freund über den Verstorbenen bzw. die Verstorbene. Meistens wird der Lebenslauf ansprechend vorgetragen. Es ist ebenfalls möglich, ein Erinnerungsvideo mit Bildern und einem Zusammenschnitt aus Videos abzuspielen. Ferner wird oftmals die Lieblingsmusik des Verstorbenen bzw. der Verstorbenen gespielt und oft auch, im Rahmen kirchlicher Trauerfeiern, gesungen. Nach der Trauerfeier wird der Sarg oft kremiert. Anschließend findet eine Urnentrauerfeier, die Beisetzung der Urne statt. Sollte dies nicht der Fall sein, weil eine Erdbestattung vorgesehen ist, geht die Trauergemeinde nach der Trauerfeier dem Sarg hinterher. Dem Sarg folgen Angehörige und gute Freunde sowie anschließend die restlichen Trauergäste. Am Erdgrab angelangt, werden hier seitens des Trauerredners letzte Worte gesprochen und der Sarg in das Grab hinabgelassen. Manchmal können sich die Trauergäste verabschieden, indem sie Blumen, Asche oder Weihwasser auf den Sarg geben können. Anschließend wird oftmals noch ein Trauerkaffee mit Kaffee und Kuchen oder ein Leichenschmaus mit einem Mittagessen angeboten. Danach kann sich von den einladenden Angehörigen verabschiedet werden.

Angemessene Beileidssprüche für Beerdigungen

Es ist immer sehr schwer, mit anzusehen, welche Lücke ein geliebter Mensch bei den Trauernden zurücklässt. Wenn Du auf eine Beerdigung eingeladen bist, kanntest Du den Verstorbenen persönlich und empfindest wahrscheinlich selber auch tiefe Trauer. Für die Angehörigen ist es eine schöne Geste, wenn Du ihnen bei der Beerdigung Dein Beileid aussprichst. Sie spüren dadurch, dass sie nicht alleine sind in dieser schweren Zeit. Du zeigst ihnen, dass Du Anteil nimmst an ihrer Trauer.

Wenn Du Dir unsicher bist, wie Du Dein Beileid am besten ausdrücken sollst, kannst Du im Internet verschiedene Beileidsprüche für Beerdigungen finden. Die Entscheidung für eine Formulierung hängt davon ab, wie eng Dein Verhältnis zu dem Verstorbenen war und zu seinen Angehörigen ist. Handelt es sich um eine entfernte Verwandtschaft oder Bekanntschaft, zu der Du kaum Kontakt hattest, sind Worte wie „Mein aufrichtiges Beileid zu Ihrem Verlust“ angemessen. Bei persönlicheren Beziehungen kannst Du auch aussprechen, was Dir die verstorbene Person bedeutet hat und wie sehr Du sie vermissen wirst. Dabei kannst Du ruhig ehrlich Deine Gefühle formulieren – das zeigt den Angehörigen, dass Du sie verstehst und ihr könnt liebevolle Erinnerungen an den Toten teilen.

Wie kann ich noch kondolieren bei einem Trauerfall?

Auch wenn Du nicht auf einer Beerdigung eingeladen bist, ist es üblich zu kondolieren, wenn Du mitbekommst, dass ein Mensch in Deinem Umfeld einen Angehörigen verloren hat. Handelt es sich beispielsweise um einen Arbeitskollegen, kannst Du ihm Dein herzliches Beileid aussprechen. Wenn Du nicht weißt, was Du sagen sollst, kannst Du einen Menschen, der Dir nahesteht, stattdessen auch einfach in den Arm nehmen. Ein Trauerfall ist immer schwer für die Betroffenen und mehr als die „richtigen Worte“ zählt die Geste. Versuch zu zeigen, dass Du Anteil nimmst und für die Betroffenen da bist, wenn sie jemanden zum Reden oder als Unterstützung brauchen. Viele Menschen ziehen sich aber in Zeiten der Trauer auch zurück und das gilt es dann ebenso zu respektieren.

Natürlich kannst Du auch schriftlich Dein Beileid bekunden. Im Schreibwarenhandel, Buchhandlungen und vielen anderen Geschäften kannst Du eine Trauerkarte kaufen, die Dir vom Design und Spruch gefällt. Wenn Du lieber selber etwas formulieren möchtest, kann Du auch einfach ein Foto mit dem Verstorbenen verwenden oder ein neutrales Motiv ohne Spruch. Inspiration für den Text findest Du auch auf zahlreichen Internetseiten.

Was kann ich noch tun, wenn jemand verstorben ist?

Wenn es sich bei dem Verstorbenen zum Beispiel um ein Mitglied aus Deinem Sportverein oder einen Kollegen handelt, kommt es oft vor, dass Arbeitgeber oder Verein eine Traueranzeige schalten. Darin bringt Ihr neben der Familie Eure Trauer zum Ausdruck und dankt dem Toten für sein Engagement oder schreibt, wie er Euch fehlen wird. In einer Traueranzeige wird oft auch ein Trost spendender Beileidsspruch verwendet.

Unabhängig davon, ob Du auf der Beerdigung eingeladen bist oder nicht, kannst Du zusammen mit Deiner Familie, Deinen Vereinskameraden oder Freundeskreis einen Blumenkranz besorgen. Auf die Schleife könnt ihr ein paar Worte für den geliebten Menschen drucken lassen. Blumenkränze kannst Du im Blumenhandel oder beim Friedhofsgärtner bestellen. Dort kannst Du direkt die Blumen aussuchen, die Du im Kranz haben möchtest und auch die Farbe der Schleife absprechen.

Außerdem kannst Du Menschen, die Dir sehr nahe stehen, Deine Hilfe anbieten, wenn es um die Organisation rund um die Beerdigung und die Trauerfeier geht.

Der Ablauf einer Urnenbeisetzung

Nachdem der Verstorbene eingeäschert wurde, findet die Urnenbeisetzung einige Tage oder Wochen später statt. Die Entscheidung, in welchem Rahmen die Beisetzung abgehalten werden soll und zu welchem Zeitpunkt, liegt bei den Angehörigen. Dies gilt selbstverständlich auch für die Auswahl der passenden Urne. In Urnenshops gibt es viele verschiedene Modelle, um der Persönlichkeit des Verstorbenen gerecht zu werden.

Die Urnenbeisetzung kann sowohl in einem großen Verwandtschafts- und Freundeskreis als auch im engsten Kreis der Familie abgehalten werden. Abgehalten werden kann sowohl eine feierliche Beisetzung mit Musik und einer Ansprache als auch eine Zeremonie in aller Stille.

Oft handelt es sich bei der Urnenbeisetzung um einen schlichten und kurzen Akt, in dem wenige Rituale beinhaltet sind. Daher ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld hinsichtlich der Gestaltung der Zeremonie Gedanken zu machen.

Häufig begleitet die Angehörigen während der Beisetzung der Urne lediglich der Aufseher des Friedhofes, der auch den Transport der Urne zum Grab übernimmt. Danach bleibt dieser noch für einen kleinen Moment am Grab stehen, um die letzte Ehre zu erweisen und verlässt die Angehörigen danach. Insgesamt dauert die Beisetzung der Urne circa zehn Minuten.

Viele Angehörige bedauern dieses nüchterne und schlichte Vorgehen bei der Beisetzung der Urne. Immerhin wird hier die Asche des Verstorbenen zurück an die Erde gegeben – eine entscheidende Station auf dem Weg der Verabschiedung und des Loslassens. Es existiert ab diesem Zeitpunkt ein Grab, die Bestattungszeremonie hat ihren Schlusspunkt gefunden.

Die Praxis wird diesem wichtigen Moment für die Angehörigen oft nicht gerecht, da es keine traditionelle Zeremonie gibt, der in unserer Kultur gefolgt wird. Es gibt allerdings Möglichkeiten und Chancen, diese Lücke zu schließen und individuellen und neuen Gestaltungsideen den Weg zu bereiten. Die Möglichkeiten sind hier nahezu unbegrenzt.

Die Angehörigen können die Urne selbst zur Grabstätte tragen oder diese selbst beisetzen. Dies sollte dem Friedhofsaufseher frühzeitig genug mitgeteilt werden. Urnen haben ein gewisses Gewicht, deshalb kann es nötig werden, dass sich die Träger bei einem langen Weg zur Grabstätte abwechseln. Es kann sehr innig und berührend sein, die Urne selbst entlang des Weges zum Grab zu tragen. Hier wird der Verstorbene nicht nur begleitet, sondern getragen. Diese Möglichkeit ist persönlicher, als die Urne durch den Friedhofsaufseher transportieren zu lassen.

Natürlich ist es auch möglich, nach, während oder vor der Urnenbeisetzung, eine individuelle Ansprache zu halten. Es kann ein Segen oder persönliche Worte gesprochen, gebetet oder vorgelesen werden. Auch kann ein Trauredner oder der Pfarrer gebeten werden, die Beisetzung zu begleiten und die Gestaltung der Ansprache zu übernehmen.

Dem Verstorbenen kann ein Gegenstand mit ins Grab gegeben werden. Auch können auf das Grab Erinnerungsstücke, Fotos, Briefe und Blumen gelegt werden. Viele Menschen streuen auf die Urne als Symbolik etwas Erde. Ebenfalls wird manchmal der Wunsch geäußert, die Schließung des Grabes selbst zu übernehmen. Hier sind die örtlichen Regelungen entscheidend, ob dies möglich ist.

Wie bei einer Erdbestattung auch, kann auf dem Weg zum Grab oder bei der Ankunft an diesem Musik gespielt werden. Diese kann von einer CD kommen, einem Chor, einer Querflöte oder einer Solo-Trompete. Schön ist es auch, wenn die Gäste gemeinsam ein Lied singen, welches einen Bezug zu dem Verstorbenen hat.

Abschließend kann um das Grab herum ein Trauerkreis gebildet werden. Dabei stehen die Gäste um das Grab verteilt und reichen sich gegenseitig ihre Hände. Nach einem gemeinsamen Lied oder einem stillen Moment, lösen sich die Hände, um nun symbolisch loszulassen, und doch weiterhin verbunden zu sein.
Urnenbeisetzungen können einen individuellen Rahmen bekommen, in dem eigene Ideen und persönliche Rituale, egal, ob neu oder alt, begangen werden. Auf diese Weise kann eine angemessene und individuelle Abschiedskultur etabliert werden.

Roland Krüger

SEK-Beamter Roland Krüger (* Berlin; † 27. April 2003 in Ausübung seines Amtes in Berlin Neukölln) war ein liebevoller Ehemann und Vater. Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen. Du wolltest bei uns sein, egal wie sehr du bei uns sein wolltest.

Wir trauern um den SEK-Beamten Roland Krüger, der während einer SEK-Mission brutal erschossen wurde.

Wie immer hat er seine Arbeit bei der Polizei Berlin gemacht, aber an diesem Tag sollte es sein Ende sein, wir alle wissen nicht, warum, Wut, Trauer und Verzweiflung uns angesichts dieser tragischen Mission noch heute angreifen.

Zitat von seiner Frau:

Es riecht nach frischem Kaffee. Süßigkeiten liegen auf einem Teller, Gebäck wird serviert. Während Rottweiler Rico unter dem Tisch träumt, kommt die 16-jährige Denise mit ihrer zehn Monate alten Stiefschwester Kim in den Armen aus dem Kinderzimmer. Die
Die Mutter des süßen Babys lächelt, als sie ihren Schatz sieht.

Eine glückliche Familie, könnte man meinen. Aber der Schein trügt. Das Lächeln ist müde, ein Schleier der Trauer liegt auf dieser Wohnung in Buckow:

Bis zum 23. April lebte dort der Berliner Elitepolizist Roland Krüger. An diesem Tag wurde der 37-Jährige von einer Kugel in den Kopf getroffen. Die einst strahlenden Augen seiner Partnerin Birgit sind seither mit Tränen gefüllt.

„Ich will nicht glauben, dass Roland nie wieder da sein wird. Ich höre immer noch seine Stimme, fühle ihn ganz nah bei mir. Unsere Seelen sind miteinander verbunden“, tröstet der 37-Jährige. Nachts kuschelt sie sich an eine Plüschkatze, die ihr Freund ihr gegeben hatte.

Seine Sachen sind immer noch an den gleichen Orten wie vor dem tragischen Ereignis. Es ist noch zu früh für die Frau, um den Verlust wirklich zu verstehen.

Roland Krüger ist heute genau vor drei Wochen gestorben.

Vier Tage zuvor war er in einer Wohnung in der Kienitzer Straße in Neukölln tödlich verletzt worden.

Es tut uns sehr leid, aber wir sind nur Menschen und können so etwas nicht verhindern.

Roland Krüger war ein guter Polizist und ein noch besserer Vater und Ehemann.

Grüßt die Engel, wenn ihr sie seht!

Die Kollegen der PP Berlin
die LKA 211, sowie alle Überlebenden.

Gedenkbucher nach Datum

Gedenkbücher sind für viele Trauernde und jeden der sich an etwas erinnern möchte ein perfektes Hilfsmittel. Mit dem Eintrag in das Gedenkbuch ist der Tag, das Event oder die Person und alle damit verbundenen Gefühle für die Ewigkeit fest gehalten. Somit hilft es dir dich in Zukunft an dieses Gefühl zu erinnern.

Impressum