Lebendige Erinnerung

14. März 2018

Stephen Hawking

Zum Gedenken an Prof. Dr. Stephen Hawking (* 8. Januar 1942 in Oxford, England; † 14. März 2018 in Cambridge, England):

Sieg des Geistes über den Körper als Vorstufe zur Unsterblichkeit

Stephen Hawking war ein weltberühmter britischer Physiker und Astrophysiker. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge. Er steuerte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und zu den Schwarzen Löchern bei.

Als Einstieg sollten wir uns den Trailer der sehenswerten Spielfilmbiographie anschauen:

Leider verstehe ich wenig von den Naturwissenschaften und wäre einerseits insofern froh gewesen, wenn ein Physiker oder Mathematiker diesen Nachruf verfasst hätte.
Dies kann er freilich gerne noch tun und meinen bescheidenen Horizont erweitern.
Andererseits war der Stephen Hawking nicht nur ein naturwissenschaftliches Genie, sondern Mensch, Familienvater, weltberühmt auch für seinen großartigen Sieg des Geistes über den Körper als Vorstufe zur Unsterblichkeit.

Was wir normal Sterblichen aus dem traurigen Anlass des Todes mit immerhin 76 Jahren versuchen sollten: Stephen Hawkings 1988 veröffentlichtes populärwissenschaftliches Standardwerk, den zehnmillionenfach verkauften Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“ (engl. ‚A Brief History of Time‘) zu lesen und zu verstehen.
Das Buch befasst sich mit Fragen zur Kosmologie, beleuchtet insbesondere die Rolle der Zeit, enthält Betrachtungen zum ‚Urknall‘ und versucht, die Eigenschaften ‚schwarzer Löcher‘ zu erklären.

In einem Punkt hat der geniale Wissenschaftler Stephen Hawking vielleicht ja doch geirrt – und ihm wäre dies von Herzen zu wünschen: Er hat nicht an Gott geglaubt.
Diese einzige Begrenzung seines übermenschlichen Geistes ist womöglich seit Tagen widerlegt: Wir Hinterbliebenen können uns jedenfalls gut vorstellen, wie er, nun frei von allen körperlichen Beschwerden und Einschränkungen, im Kreise seiner Kollegen (Galilei, Einstein, Newton) sitzt und mit ihnen über die „Entdeckung der Unendlichkeit“ diskutiert. Wir können zwar weder mitreden noch deren Gedankengänge nachvollziehen – aber dankbar und feierlich unser Glas auf sie erheben, das können und sollten wir.
RIP Stephen Hawking!

Dipl.-Päd. RL Fred Maurer

 

Die passende Begleitmusik hierzu stammt von Gustav Holst: „Die Planeten“:

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Um Missbrauch zu vermeiden erscheint der Eintrag jedoch erst nach Sichtung durch die Redaktion.

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