Lebendige Erinnerung

21. Juli 2012

Eberhard Itzenplitz

Eberhard Itzenplitz (* 8. November 1926 in Holzminden, Niedersachsen; † 21. Juli 2012 in München) war ein deutscher Film-, Theater- und Fernsehregisseur und Autor.

Eberhard Itzenplitz stammt aus einer alten brandenburgischen Familie, die nach seiner Geburt nach Sachsen zog, wo er aufwuchs. Sein Vater Hans-Jürgen Itzenplitz war Oberstleutnant und seine Mutter hieß Hildegard Itzenplitz, geb. Langemeyer. In Leipzig besuchte er das Königin-Carola-Gymnasium. 1943 absolvierte er in Berlin das Abitur, wurde dann eingezogen und geriet gegen Kriegsende in russische Gefangenschaft. Nach seiner Rückkehr studierte er von 1948 bis 1952 Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in München und Göttingen, wo er schon während des Studiums als Regieassistent bei Heinz Hilpert arbeitete; zugleich lernte er im dortigen Filmatelier. 1953 promovierte er in Göttingen zum Dr. phil. mit einer Dissertation über die Bühnenbilder zur Goethe-Zeit.

Zwischen 1953 und 1960 wirkte er als Regieassistent bei mehreren Filmen, u. a. von Karl Ritter, Georg Tressler und William Dieterle, mit. 1961 bis 1964 war er Prokurist und Leiter der Abteilung Fernsehspiel des Bertelsmann-Konzerns und 1966 bis 1972 Gesellschafter der München-Film GmbH.

Seitdem hatte Itzenplitz viele Stücke an deutschen Theatern inszeniert, daneben aber auch als Autor und Regisseur zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen übernommen. Sein starkes Engagement für zeitkritische Themen brachte ihn dazu, seit 1963 verstärkt anspruchsvolle Fernsehfilme zu drehen.

Eberhard Itzenplitz lebte und arbeitete in München. 1954 heiratete er seine Frau Gisela geb. Karge mit der einen gemeinsamen Sohn, Stephan Itzenplitz, hat.



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