Lebendige Erinnerung

7. März 2012

Hanns Kneifel

Hanns Kneifel (* 11. Juli 1936 in Gleiwitz; † 7. März 2012 in München) war ein deutscher Schriftsteller.

Ab 1945 wuchs er in Oberbayern auf, seit 1948 lebte er in München (und zeitweise auf Sardinien). Nach seiner Ausbildung zum Konditormeister und dem Begabtenabitur 1960 begann er ein Studium der Pädagogik, das er 1965 mit dem Staatsexamen abschloss. Er war danach Berufsschullehrer in Kitzingen, bis er sich entschloss, freier Schriftsteller zu werden. 1956 debütierte er mit dem Roman Uns riefen die Sterne, inspiriert von dem Kinofilm Endstation Mond. 1965 erschien sein erstes Perry-Rhodan-Taschenbuch, drei Jahre später wurde er in das Team der Perry-Rhodan-Heftserie berufen. Bei der Stadtzeitschrift Wir Münchener fungierte er in den achtziger Jahren als Chefredakteur. Nach jahrelanger Abstinenz schrieb er von 2000 bis 2012 wieder als Gastautor an der Perry-Rhodan-Heftserie mit. Am 7. März 2012 verstarb er nach kurzer schwerer Krankheit in München.

Abgesehen von seinen Beiträgen zur Perry-Rhodan-Serie hat Hanns Kneifel eine Buchreihe zur Fernsehserie Raumpatrouille Orion verfasst. Auch einige eigenständige Romane existieren, zum Beispiel Das brennende Labyrinth. Kneifel schrieb auch für die Fantasy-Heftserien Dragon (ab 1973) und Mythor (ab 1980) sowie unter dem Pseudonym Hivar Kelasker für die Horror-Heftserie Dämonenkiller (1975/76) und ab 1987 als Sean Beaufort für die Heftserie Seewölfe – Korsaren der Weltmeere. Außerdem schrieb er Sachbücher (Menschen zum Mond, 1969) und Hörspiele (Sdayowy oder Unterstelltes Ereignis unzutreffend, mit Dieter Hasselblatt, 1974). In den 1990er-Jahren bis 2006 schrieb Kneifel mehrere historische Romane.



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Einträge:

Es mag sein, dass sein eigenwilliger Stil und seine meist ebenso eigenwilligen Charaktere nicht jedermanns Sache sind – mir hat Han(n)s Kneifel zu vielen spannenden und unterhaltsamen Lesestunden verholfen.

Zu meinen Kneifel-Favoriten zählen insbesondere die Atlan-Zeitabenteuer und seine großen historischen Romane, allen voran “Hatschepsut”. Danke dafür!

Persönlich bin ich ihm nur einmal begegnet; das war auf dem PR-Weltcon 2000 in Mainz. Daneben gab es zeitweise einen Briefwechsel und einmal sogar ein Telefonat.

Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod hat mich betroffen gemacht. Denjenigen Menschen, die ihm persönlich nahestanden, gilt mein Mitgefühl.

Eintrag by Heinz F. Schöller am 11.März 2012


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