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Apostolos Sandas

Posted By Klaus On 30. April 2011 @ 9:05 am In Widerstand | No Comments

Apostolos Sandas (oder kurz Lakis Sandas), auch Santas (* 22. Februar 1922 in Patras; † 30. April 2011 in Athen), war ein Veteran des griechischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs. Er riss am 30. Mai 1941 mit Manolis Glezos die Hakenkreuzfahne auf der Akropolis ab und hisste die griechische Flagge.

Sandas’ Eltern stammten von der Insel Lefkada und kamen nach Patras. Seine Familie ging 1934 nach Athen, wo er seine Schulbildung abschloss. An der Universität von Athen begann er ein juristisches Studium, das er erst nach dem Ende der Besatzung Griechenlands im Jahre 1944 abschließen konnte.

Am 27. April 1941 hatte die Wehrmacht nach der Eroberung von Athen auf der Akropolis die Fahne mit dem Symbol des Hakenkreuzes gehisst. In der Nacht vom 30. Mai 1941 erklommen die 19-jährigen Apostolos Sandas und Manolis Glezos die Akropolis, rissen die am Ostrand der Akropolis befindliche Hakenkreuzfahne herunter und hissten die griechische Flagge. Durch diese Widerstandshandlung auf der Akropolis wurden Sandas und Glezos nicht nur zu antifaschistischen Helden, sondern dies war zugleich ein Fanal, das viele Griechen zum Widerstand anregte. Die deutschen Besatzer verurteilten die Täter, die die griechische Flagge hissten, in Abwesenheit zum Tode.

1942 trat Sandas dem Ethnikó Apelevtherotikó Métopo, der Nationalen Befreiungsfront Griechenlands (EAM), und 1943 der bewaffneten Widerstandsorganisation Griechenlands, dem Ellinikós / Ethnikós Laikós Apelevtherotikós Stratós ELAS, bei. Diese Organisation war an zahlreichen kämpferischen Auseinandersetzungen in Zentralgriechenland gegen die Achsenmächte, darunter Italien und Bulgarien, beteiligt. Nach dem Ende der Besatzung Griechenlands wurde er wegen seiner linken Anschauungen bis ins Jahr 1946 in Ikaria inhaftiert, anschließend 1947 in Psyttalia und ab 1948 auf der Insel Makronisos, wo sich ein für die Folterung von politisch Andersdenkenden – insbesondere von Kommunisten – berüchtigtes Straflager befand. Er konnte von dort nach Italien fliehen, um anschließend in Kanada politisches Asyl zu erhalten. Im Asyl blieb er bis 1962 und kehrte anschließend nach Griechenland zurück, wo er bis zu seinem Tode lebte.
Apostolos Sandas erhielt zahlreiche Auszeichnungen verschiedener Institutionen von Griechenland und von Ländern, die am Zweiten Weltkrieg beteiligt waren.

Das griechische Parlament zeichnete im Jahre 2008 Manolis Glezos und Apostolos Sandas durch den Parlamentspräsidenten, Dimitris Sioufas, mit der Silbermedaille aus. Sioufas hob in seiner Laudatio hervor:

„Die Nazi-Fahne zu entfernen ist ein Akt der Anstrengung und ein Beispiel dafür, wie Menschen für Freiheit und Demokratie kämpfen. […] Keine andere Aktion hat es in dem Maße geschafft, während der Besatzungszeit die Moral des griechischen Volkes anzufeuern.“



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