Gisela Trowe
Gisela Trowe (* 5. September 1922 in Dortmund; † 5. April 2010 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin. Gisela Trowe nahm während des Zweiten Weltkriegs Gesangs- und Schauspielunterricht, zunächst in ihrer Heimatstadt Dortmund, dann in Bochum und Berlin. Ihr Debüt am Theater hatte sie 1942 in Gera mit Lessings Minna von Barnhelm. Nach dem Krieg blieb sie vorerst im Osten, war fest engagiert in Gera, kam dann nach Berlin, wo sie am Hebbel-Theater und am Berliner Ensemble spielte.
Unter Regisseur Erich Engel trat sie 1948 in ihrem ersten Film Affaire Blum auf und kehrte nicht wieder in den Osten zurück. Fortan spielte sie am Theater in der Josefstadt in Wien, später an den Münchner Kammerspielen und am Thalia-Theater in Hamburg. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Gustaf Gründgens und Giorgio Strehler.
Nebenbei arbeitete Trowe als Synchronsprecherin für internationale Stars wie Melina Mercouri, Gina Lollobrigida, Rita Hayworth, Simone Signoret, Anna Magnani oder Shelley Winters.
Auch in zahlreichen Hörspielen wie Die Säulen der Erde, Die drei ??? oder Hui Buh ist ihre Stimme zu hören.
Dem breiten Fernsehpublikum wurde sie in späteren Jahren durch Serien wie Unser Lehrer Doktor Specht mit Robert Atzorn, Ein Bayer auf Rügen oder Der Landarzt bekannt. Ihr Markenzeichen waren ihre roten Haare.
2002 wurde Trowe vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für ihre künstlerischen Verdienste um die Stadt Hamburg geehrt.