Klaus Steilmann
Klaus Steilmann (* 12. Juni 1929 in Neustrelitz, Mecklenburg; † 14. November 2009 in Bochum-Wattenscheid) war ein deutscher Unternehmer.
Steilmanns Vater war Gutsbesitzer. Nach dem Krieg holte Steilmann sein Abitur 1951 in Berlin nach. Er arbeitete nebenbei bei C&A und machte dort eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann. Von 1955 bis 1957 war er Stellvertreter des Mantelkonfektionärs Josef Meyer. Mit einem Darlehen von C&A gründete er 1958 die Klaus Steilmann GmbH & Co. KG. Die Steilmann-Gruppe entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zum größten Textilunternehmen Europas. Heute gehört sie der Radici-Gruppe.
Zusammen mit seiner Ehefrau Ingrid hatte er drei Töchter: Britta Steilmann, Cornelia Steilmann und Ute Steilmann. Von Steilmann stammen mehrere Abhandlungen über Unternehmensführung.
Als Präsident des Fußballvereins SG Wattenscheid 09 führte er den Club in die erste Fußball-Bundesliga. Ferner konnten durch seine Unterstützung Athleten der TV Wattenscheid 01 Leichtathletik wie Michael Möllenbeck, Marc Blume und andere internationale Medaillenränge erreichen. Der Olympiastützpunkt Wattenscheid hat zu Ehren Klaus Steilmanns sein Sportinternat, direkt am Lohrheidestadion in Wattenscheid, in Klaus-Steilmann-Haus benannt. Klaus Steilmann war ein Gegner der Eingemeindung Wattenscheids nach Bochum und fuhr deshalb ein Auto mit Essener Kennzeichen.