Lebendige Erinnerung

 

19. Juli 2009

Frank McCourt

Francis „Frank“ McCourt (* 19. August 1930 in New York City; † 19. Juli 2009 ebenda) war ein US-amerikanischer Schriftsteller irischer Abstammung.

Frank McCourt wurde als ältester Sohn einer irischen Einwandererfamilie in Brooklyn, New York, geboren. Als er vier Jahre alt war, kehrte seine Familie nach Irland zurück. Dort wuchs er in ärmlichen Verhältnissen im katholisch geprägten Limerick auf.

Sein Vater Malachy war arbeitslos und vertrank häufig das Stempelgeld. Als Frank McCourt zehn Jahre alt war, ging der Vater nach England, um dort in einer Fabrik zu arbeiten. Geld schickte er nicht, so musste Frank McCourt zusammen mit seiner Mutter Angela für die jüngeren Geschwister sorgen.

1949 hatte er sich den Traum seiner Jugend zusammengespart: Die Fahrkarte zurück nach New York. Dort arbeitete er im Hotel und ging zur Armee. Als Korporal war er drei Jahre lang in Bayern stationiert. Nach seiner Heimkehr studierte er in New York und arbeitete nebenbei in Lagerhäusern und auf den Docks, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Nach dem Ende seines Studiums unterrichtete er an verschiedenen Schulen als Englischlehrer. Zuletzt war er 15 Jahre an der renommierten Stuyvesant High School in New York. Dort unterrichtete er vor allem kreatives Schreiben. Frank McCourt war zwei Mal verheiratet und hatte eine Tochter aus erster Ehe.

Im Ruhestand verarbeitete Frank McCourt seine schwierige Kindheit und Jugend in dem autobiografischen Roman Die Asche meiner Mutter (1996). Das Buch wurde mit über 6 Mio. Exemplaren zum internationalen Bestseller und brachte seinem Autor 1996 den National Book Critics Circle Award und 1997 den Pulitzer-Preis. Der Roman wurde 1999 von Alan Parker verfilmt.

In Ein rundherum tolles Land erzählt Frank McCourt seine Erlebnisse seit der Rückkehr nach New York. Im dritten Teil seiner Memoiren, Tag und Nacht und auch im Sommer, schildert Frank McCourt sein Berufsleben als Lehrer mit teils sehr problematischen Klassen.

Am 19. Juli 2009 verstarb er in einem Hospiz in Manhattan, New York, an Hautkrebs.



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