Lebendige Erinnerung

 

25. März 2009

Eduard Stäuble

Eduard Stäuble (* 12. Februar 1924 ; † 25. März 2009) war ein Publizist und ehemaliger Kulturchef des Schweizer Fernsehens DRS.
Eduard Stäuble, Verfasser von mehr als 20 Büchern, war zwischen 1964 und 1985 Kulturchef des Schweizer Fernsehens DRS. Ausserdem war er ein anerkannter Publizist und u.a. Vorsitzender der Jury des Bodenseeliteraturpreises der Stadt Ueberlingen, Kurator der Stiftung für abendländische Ethik und Kultur Zürich, im Vorstand der Mozart-Stiftung Basel sowie Kurator der Jaeckle-Tradwell-Stiftung. In dieser Eigenschaft betätigte er sich als Kulturförderer. So wurden beispielsweise Gelehrte wie Golo Mann, Walter Nigg, Erwin Jaeckle, Schriftsteller wie Beat Brechbühl, Karl Kloter und Hans Boesch von ihm ausgezeichnet.

Prof. Eduard Stäuble war zeitlebens ein bedeutender humanistischer Gelehrter, dessen Verdienste unter anderem in der Kulturförderung im Raum Süddeutschland, Schweiz und Österreich liegen, im Sinne der Rückbesinnung auf die gemeinsame nachbarschaftliche Kulturtradition. Gerade jedoch in dieser Eigenschaft erlaubte es sich Eduard Stäuble, der oft allzu bürokratischen und in ihren Verfassungsgrundlagen auch mit einem Demokratiedefizit ausgestatteten Europäischen Union eine Alternative im Sinn eines Europa der Regionen entgegenzustellen. Direkte Demokratie, Föderalismus und freie Marktwirtschaft bedeuteten ihm sehr viel, immer jedoch getragen von einem ethischen Fundament. In diesem Sinn war Eduard Stäuble ein Liberaler in einerseits schweizerischer, andererseits süddeutscher Tradition.

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