Hasso Wolf
Hasso Wolf(* 30.07.1926; † 27.01.2009 ) Der frühere langjährige WDR-Radioreporter Hasso Wolf ist tot. Hasso Wolf gehörte nach dem 2. Weltkrieg zu den „Reportern der ersten Stunde“ und erlangte mit originellen und spektakulären Reportagen über den Schwarzmarkt, die Spätheimkehr von Kriegsgefangenen aus Russland und den Nachkriegswiederaufbau großes Ansehen.
WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz: „Hasso Wolfs Reportagen waren authentisch, spektakulär, nahe dran am Geschehen, einfach fesselnd. Sie waren für viele nachfolgende Journalistengenerationen das Maß aller Dinge, und seine markante Stimme ist vielen Hörerinnen und Hörern heute noch immer im Ohr. Er hat das WDR-Radioprogramm über Jahrzehnte maßgeblich geprägt, auch in der Unterhaltung, etwa als Präsentator der Duisburger Hafenkonzerte und der Düsseldorfer Rosenmontagszüge. Der WDR hat ihm viel zu verdanken.“
Wolf, geboren am 30. Juli 1926, hatte im September 1946 als „Berichter“ beim damaligen NWDR in der Abteilung „Aktuelles Wort“ begonnen. Im April 1951 wurde er „1. Reporter“ in der Reportageabteilung, der späteren Hörfunk-Programmgruppe Aktuelles. Mit seinem Namen ist auch die heute noch zu hörende Sendung „Funkhaus Wallrafplatz“ verbunden, eine der ersten Sendungen mit Hörerbeteiligung. Wolf war zudem maßgeblich am Aufbau der WDR-Lokalstudios in Dortmund, Münster, Essen und Bielefeld beteiligt. 1977 zeichnete ihn der Bundespräsident mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. Er bekam auch den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Juli 1991 trat er in den Ruhestand .