Horst Jüssen
Horst Jüssen (* 10. Januar 1941 in Recklinghausen; † 10. November 2008 in München) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor.
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Jüssen wuchs in Husum auf. Nach dem Abitur auf einem Wirtschaftsgymnasium absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Anschließend ging er auf eine Schauspielschule. Ab 1963 hatte er Engagements an Theaterbühnen in Berlin, Hamburg, München, Köln und Düsseldorf und machte 24 Theatertourneen. Er spielte dabei sowohl in Boulevardstücken als auch in ernsten Stücken, unter anderem von Shakespeare, Tom Topor, Schiller, Borchert und Molière. Von 1969 bis zu ihrer Auflösung 1972 war er Mitglied der Münchner Lach- und Schießgesellschaft zusammen mit Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Jürgen Scheller und Ursula Noack.
1972–1979 spielte er den arbeitsscheuen Liebhaber Adola von Scheußlich in der ARD-Klamaukserie Klimbim, 1991 in Die lieben Verwandten. Ab Mai 2004 ging er mit dem alten Klimbim-Ensemble mit dem von ihm geschriebenen Stück Die Klimbim-Familie lebt (320 Vorstellungen) auf Gastspielreise. Jüssen hatte Gastauftritte in vielen Fernsehserien, unter anderem Derrick, Mordkommission und Florida Lady.
Ab 2001 trat Jüssen als „Preuße vom Dienst“ zweimal jährlich mit dem Chiemgauer Volkstheater in TV-Aufzeichnungen des Bayerischen Rundfunks auf. Jüssen war Träger des Adolf-Grimme-Preises und trat außerdem auch als Buchautor in Erscheinung. Im Februar 2007 erschien sein dritter Roman Joseph Satan. Für sein Kindertheaterstück Kaspar und der Löwe Poldi erhielt er den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Berlin. Aus Gerhart Hauptmanns Novelle Wanda machte er eine Bühnenfassung und bearbeitete Stücke von Shakespeare, Molière und Ben Jonson.
Jüssen war ab 1979 mit der Schlagersängerin Lena Valaitis verheiratet, hatte zwei Söhne und lebte in München. Seit Ende 2007 litt er an Lungenkrebs, welchem er am 10. November 2008 erlag.