Lebendige Erinnerung

 

29. Februar 2008

Arnold Künzli

Arnold Künzli (* 15. Juni 1919 in Zürich; † 29. Februar 2008 in Bremgarten bei Bern) war ein Schweizer Politologe, Philosoph und Radikaldemokrat. Künzli verbrachte seine Kindheit in Zagreb, später besuchte er das Gymnasium in Bern. Von 1938 bis 1945 studierte er Philosophie, Germanistik und Romanistik an der Universität Zürich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der seit 1944 mit der italienischen Journalistin Franca Magnani verheiratete Künzli zehn Jahre lang Auslandkorrespondent der Basler «National-Zeitung» in Rom, London und Bonn.

Später war er als Redaktor der «National-Zeitung» tätig, wobei er sich den Ruf eines Nonkonformisten erwarb. 1964 folgte seine Habilitation für Philosophie der Politik an der Universität Basel. Von 1972 bis 1984 war er ausserordentlicher Professor für Politische Philosophie an der Universität Basel.

Gemäss Künzlis Verständnis von Politik und unveräusserlichen Menschenrechten sind die Werte der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – nur zur Hälfte verwirklicht, weil das Eigentums- und Wirtschaftssystem nicht einbezogen wurde. Zitat Arnold Künzli: «Das Postulat einer Wirtschaftsdemokratie mit ökonomischen Menschenrechten und Bürgerrechten (ist) eine gesamtgesellschaftliche Kulturaufgabe.»

In Künzlis Denken waren oft tiefenpsychologische Aspekte integriert.


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