Lebendige Erinnerung

 

29. Januar 2008

Helga Goetze

Helga Sophia Goetze (* 12. März 1922 in Magdeburg; † 29. Januar 2008 in Winsen), als Künstlerin auch Helga Sophia, war eine deutsche Künstlerin, Schriftstellerin und politische Aktivistin.

Helga Goetze war eine Aktivistin für die sexuelle Befreiung und vielen Berlinern ein Begriff, da sie seit 1983 fast täglich ein paar Stunden an der Gedächtniskirche und vor der Mensa der TU Berlin mit ihrem Slogan „Ficken ist Frieden“ stand. Sie eröffnete 1972 in ihrem Haus ein Institut für Sexualinformation. 1982 spielte sie in dem Film Rote Liebe von Rosa von Praunheim mit. Sie veröffentlichte Gedichte und stickte Bilder. Im November 2007 wurden einige ihrer Stickereien in die Collection de L’Art Brut in Lausanne aufgenommen und werden dort permanent ausgestellt werden. Nach einem Schlaganfall wohnte sie seit Ende August 2007 in einem Pflegeheim in Maschen.



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Einträge:

“…sink hinein ins Körperwiegen
in das Innen,das sich rührt,
schalte aus, das kühle Denken,
dass die Liebe nicht erfrier …”

Liebe muss die Treibkraft der Schöpfung sein.
Aber ich fühle von ihrer Wirklichkeit so wenig
und habe sie warscheinlich nie wirklich gelebt.
“… wenn einer in Eis und Schnee halb erfroren ist,
man bade ihn kalt.”

Eintrag by Thomas Hannen am 13.April 2008


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