Heinz Finke
Heinz Finke (* 1914 in Haldensleben bei Magdeburg; † Dezember 2007 in Konstanz) war ein deutscher Fotograf, Bildreporter und Chronist.
Heinz Finke, dessen Vater im Ersten Weltkrieg fiel, wurde 1935 in den Reichsarbeitsdienst zwangsverpflichtet, später als “PK-Bildberichter” für die Armeezeitung “Der Sieg” in die Propaganda-Kompanie 625 der Wehrmacht. Dort lernet er unter anderem den Journalisten Hans Bayer kennen, der nach dem krieg als “Thaddäus Troll” bekannt wurde. Nach Kriegsende liess er sich in Wertheim am Main nieder und gründete den „Wertheimer Pressedienst“. Er arbeitete unter anderem für den damaligen Herausgeber und späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss. Als Inhaber einer der seltenen amerikanischen Presselizenzen war er für mehrere Tageszeitungen als Text- und Bildautor tätig.
Finke lebte seit 1951 in Konstanz und war seit 1951 für den Südkurier in Konstanz als Pressefotograf tätig. Er wurde als Bildreporter in den Nachkriegsjahren bekannt, vor allem mit seinen Bildreportagen, beispielsweise über Theodor Heuss oder Albert Schweitzer.
Er engagierte sich zudem jahrzehntelang im Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und war alljährlich mit Kollegen des Deutschen Journalisten-Verbandes für den Volksbund unterwegs, um Reportagen für den Volkstrauertag, zum Gedenken an die gefallenen Soldaten.
Heinz Finke veröffentlichte mehr als 40 Bildbände und fotografierte ausschliesslich mit einer Leica.