Janko Tišler
Janko Tišler (slowenische Schreibweise des Namens Tischler; * 21. Juni 1923 in Golnik, Jugoslawien, heute zur Gemeinde Kranj, Slowenien gehörend; † 15. Oktober 2007) war ein slowenisch-österreichischer Autor und Widerstandskämpfer.
Nach dem deutschen Einmarsch in Jugoslawien am 6. April 1941 wurde Tišler zum Bau der Straße von Klagenfurt nach Kranj abkommandiert. Er wurde dann als Vermessungsgehilfe am Loiblpass eingesetzt, wo Zwangsarbeiter aus dem Konzentrationslager Mauthausen arbeiten mussten. Er begann, Fotos und Dokumente zu sammeln und für die KZ-Häftlinge Briefe zu schmuggeln. Als seine Tätigkeit entdeckt wurde und die Gestapo ihn suchte, floh er und schloss sich 1944 den Partisanen an. Im Februar 1945 wurde er schwer verwundet und im Partisanen-Krankenhaus Franja nahe Cerkno behandelt.
Nach Kriegsende studierte er in Wien, Belgrad und Paris Geologie und Erdölingenieurwesen; danach war er in Asien und Afrika tätig sowie als jugoslawischer KSZE-Delegierter für Erdölangelegenheiten.