Gerlind Ahnert
Gerlind Ahnert (* 26. April 1934 in Chemnitz; † 12. September 2007 in Rosenheim) war eine deutsche Moderatorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin.
Gerlind Ahnert wurde als Tochter eines Kunsthändlerpaares in Chemnitz geboren. Sie wurde mehrsprachig erzogen (russisch, englisch) und gehörte bereits im Alter von drei Jahren dem Kinderballett des Chemnitzer Opernhauses an.
Auf Wunsch der Eltern absolvierte Ahnert zunächst eine Ausbildung zur Chemiefacharbeiterin, ehe sie mit 17 Jahren Schauspielunterricht in Leipzig nahm.
Während ihres Studiums arbeitete Gerlind Ahnert als Radiomoderatorin im Funk-Studio Dresden, wo Heinz Adamek, der damalige Intendant des DFF, sie entdeckte. Ihre Fernsehkarriere startete sie 1958 zunächst als Ansagerin und Moderatorin, später auch als Darstellerin für DEFA und DFF. Ihre erste Hauptrolle bekam sie bereits 1959 im DEFA Spielfilm „Ehesache Lorenz“, weitere Filmproduktionen wie „Reportage 57“ (1959), „Seilergasse 8“ (1960) und „Die Liebe und der Co-Pilot“ (1961) folgten.
Der Beruf als Programmansagerin brachte für Ahnert eine Menge an Privilegien mit sich; so durfte sie 1963 für zwei Monate eine Auslandsreise nach Ägypten antreten und 1965 – auf Wunsch Fidel Castros – nach Kuba reisen, um im kubanischen Fernsehen die Programmansage zu etablieren. Sie gilt heute als die erste Programmansagerin Kubas.
1983 ging sie nach 25 Jahren Fernsehtätigkeit krankheitsbedingt in den Vorruhestand. Ende der 1980er Jahre kehrte sie von einer Reise nach Hamburg, wo bereits ihre Eltern und die älteste Tochter lebten, nicht mehr zurück. Ihr dritter Ehemann, der Kameraassistent Detlev Hertelt folgte ihr kurze Zeit später. Seitdem arbeitete Ahnert in Hamburg als Schauspielerin, Synchronsprecherin und Moderatorin des „ARD-Nachtkonzerts“ im Hörfunk.
In erster Ehe war sie mit dem Drehbuchautor Wolfgang Böttner, in zweiter Ehe mit dem Regisseur Wolfgang Luderer und in dritter Ehe mit Hertelt verheiratet.
Gerlind Ahnert verstarb am 12. September 2007 in Rosenheim.
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