Nana Gualdi
Nana Gualdi, bürgerlich: Adriana Klein (* 29. April 1932 in Basel; † 11. Juli 2007 bei Kitzbühel, Tirol), war eine italienisch-deutsche Sängerin und Schauspielerin. Ihr Vater war Italiener, ihre Mutter Hamburgerin. Sie war ab 1954 verheiratet mit Jo Menke, mit dem sie einen Sohn Thomas hatte. Aus der Verbindung mit Benny de Weille entstammt ein weiterer Sohn Benny (* 1958).
Nana Gualdi begann mit 15 Jahren als Sängerin. Sie machte eine Gesangs- und Tanzausbildung und nahm Schauspielunterricht in Hamburg. Anfang der 1950er Jahren machte sie Funkaufnahmen beim damaligen NWDR. Später sang sie beim Hansen-Quartett und bei den “Starlets”, einem Begleitchor von Künstlern wie Vico Torriani oder Gerhard Wendland. 1954 erschien die erste Soloschallplatte, sie hieß Wenn du mir was tust, tu mir was Liebes an. 1955 bekam sie dann ihren ersten Schallplattenvertrag, doch große Erfolge konnte sie zunächst nicht erzielen.
Dann kam der Durchbruch. Mit dem Titel Junge Leute brauchen Liebe, den Doris Day als “Everybody Loves A Lover” im Original sang, hatte sie 1958 ihren größten Erfolg, der zu ihrem Markenzeichen werden sollte. Das Lied war damals 16 Wochen in den Hitparaden und gehört heute zu den Evergreens des deutschen Schlagers.
Neben ihren Soloaufnahmen sang sie auch Duette mit Alexander King, Werner Overheidt und Owen Williams. 1959 besang sie als “Die Adias” einen Titel, bei dem sie alle drei Stimmen sang, doch wurde das Lied kein Erfolg. Anfang der 1960er Jahre trat sie nochmals als “Monika und Peter” mit dem volkstümlichen Lied Drei weiße Birken hervor. Auch dieses Lied wurde ein großer Erfolg, wenngleich spätere Neuaufnahmen anderer Künstler (zum Beispiel vom Hellberg-Duo) heute eher gespielt werden. Weitere Erfolge als Sängerin hatte sie nicht. Sie trat jedoch bis in die 1990er Jahre immer wieder in verschiedenen Musiksendungen des Fernsehens auf und sang ihre alten Hits.
In den 1980er Jahren war sie meist als Schauspielerin tätig. Sie spielte unter anderem am St. Pauli-Theater in Hamburg, am Ernst Deutsch Theater Hamburg und an der “Kleinen Komödie” in Hamburg. 1991 wurde sie Dozentin für Gestaltung und Interpretation an der Sängerakademie Hamburg. Auch in den 1990er Jahren war sie an verschiedenen Theatern (zum Beispiel beim Renitenz-Theater Stuttgart) aktiv.
Sie wurde 1997 für ihre künstlerischen Verdienste um die Stadt Hamburg vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille geehrt.
Nana Gualdi starb im Juli 2007 im Alter von 75 Jahren.
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