Henri Troyat
Henri Troyat (* 1. November 1911 in Moskau; † 4. März 2007[1] in Paris), eigentlich Lev Aslanovitch Tarassov, war ein französischer Schriftsteller und Intellektueller armenischer Herkunft.
Während der Oktoberrevolution floh er mit seiner Familie zunächst auf die Krim-Halbinsel, später über Istanbul und Venedig nach Paris. Ein Jurastudium führte ihn zur Literatur. Troyat ist Autor von rund 100 auf Französisch geschriebenen Werken, unter anderem von 30 historischen Romanen. Für den Roman L’araigne (Die Giftspinne) erhielt er 1938 den Prix Goncourt, den begehrtesten Literaturpreis Frankreichs. 1959 wurde er in die Académie Française gewählt.
In seinen Büchern schildert Troyat meist russische Geschichte und russisches Leben. In den deutschsprachigen Ländern wurde er nicht zuletzt durch zahlreiche Biographien, unter anderem über Puschkin (1946), Tolstoi (1965), Dostojewski (1971), Peter den Großen (1974), Katharina die Große (1977), Tschechow (1984) und Rasputin (1996), bekannt.