Achim-Helge von Beust
Achim-Helge Marquard Freiherr von Beust (* 16. März 1917 in Lübeck; † 7. Januar 2007 in Hamburg) war ein Hamburger Politiker und Ehrengründungsmitglied des dortigen CDU-Landesverbandes.
Der gelernte Jurist war nach dem Krieg Mitbegründer der CDU Hamburg und war erster Landesvorsitzender der Jungen Union. Fast ein Viertel Jahrhundert lang war Achim-Helge Freiherr von Beust Bezirksamtsleiter von Hamburg-Wandsbek, seinerzeit das einzig CDU-geführte Bezirksamt im sonst SPD-regierten Stadtstaat Hamburg. Er war als der „Baron von Wandsbek“ bekannt.
Achim-Helge Freiherr von Beust war verheiratet mit Hanna von Beust († 1996). Sie war „Halbjüdin“, deshalb mussten beide während der NS-Zeit fliehen. Der jüngste seiner drei Söhne ist Ole von Beust, Hamburgs heutiger Erster Bürgermeister. Zu seinen Vorfahren zählt Friedrich Ferdinand von Beust. Eine Nichte von ihm ist die Fürstin zu Stolberg-Wernigerode, eine Tante die Herzogin von Sachsen-Meiningen. Seine Großmutter ist die Urgroßmutter von Jutta Ditfurth.
Von Beust war über die Parteigrenzen hinweg bekannt für seine Liberalität, und so bekannte er sich 2003 im Interview mit der Welt am Sonntag auch öffentlich positiv zur Homosexualität seines Sohnes Ole, nachdem dieser von Innensenator Ronald Schill deshalb unter Druck gesetzt wurde. Ole von Beust erklärte es mit „väterlicher Fürsorge“, dass sein Vater die Beziehung zu Justizminister Roger Kusch dementierte und einen anderen Lebensgefährten erwähnte. Faktisch war es der Vater, der den Sohn „outete“, was zu einem Popularitätszuwachs Ole von Beusts beitrug.
Am 12. Mai 2006 wurde Achim-Helge von Beust anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Hamburger CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel geehrt.