Alida Valli
Alida Valli (* 31. Mai 1921 in Pula, Istrien; † 22. April 2006 in Rom; eigentlich Alida Maria von Altenburger) war eine italienische Schauspielerin.
Die Schauspielerin Alida Valli ist österreichischer Herkunft und ihr Geburtsort Pola (ehemals italienisch) ist das heutige Pula in Kroatien. Bereits mit 15 Jahren begann Alida beim italienischen Film kleinere Rollen zu übernehmen. Nicht nur Nazideutschland, auch der Faschismus in Italien versuchte, die Schauspieler für seine Propagandazwecke zu nutzen. Valli wollte das nicht nachvollziehen und verzichtete deshalb ab 1943 auf alle Produktionen.
Sie heiratete nach dem Krieg den Komponisten Oscar de Majo und versuchte, durch einen Vertrag mit dem Produzenten David O. Selznick wieder ins Filmgeschäft einzusteigen. Doch erst durch Rollen in Alfred Hitchcocks “Der Fall Paradin” (1947) und die Hauptrolle in der Graham Greene-Verfilmung “Der dritte Mann” (1949, Regie: Carol Reed) gelang ihr der Durchbruch. In der Folgezeit erhielt sie in Hollywood jedoch wieder lediglich kleine Nebenrollen und so kam sie Mitte der 1950er Jahre zurück nach Italien, wo sie unter Luchino Visconti und Bernardo Bertolucci erfolgreiche Filme drehte. In “1900″, in dem sie neben Gérard Depardieu und Robert De Niro auftrat.
Zuletzt sah man Alida Valli in dem Film “Semana Santa” (2002). Auch in einigen italienischen und französischen Fernsehproduktionen war sie nach dem Jahr 2000 noch zu sehen. 1999 wirkte sie im österreichischen TV-Film Vino Santo unter der Regie von Xaver Schwarzenberger mit.
Auch am Theater war Valli zu sehen: 1971 spielte sie am Mailänder Piccolo Teatro die Gräfin Geschwitz in Frank Wedekinds Lulu in der Inszenierung von Patrice Chéreau.