Schnuckenack Reinhardt
Franz „Schnuckenack“ Reinhardt (* 17. Februar 1921 in Weinsheim bei Bad Kreuznach, Deutschland; † 15. April 2006 in St. Leon-Rot) war ein Jazzmusiker, Komponist und Interpret so genannter Sintimusik, im Volksmund oft noch als „Zigeunermusik“ bezeichnet.
Reinhardt, ein Vetter des französischen Gitarristen Django Reinhardt, studierte am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium Musik. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde er 1940 als “Zigeuner” (damalige Terminologie) nach Polen verschleppt. Nach einer gelungenen Flucht lebte er jahrelang im Untergrund, kehrte allerdings nach Kriegsende nach Deutschland zurück. Er lebte als selbstbewusster Sinto und tat dies stets in der Öffentlichkeit kund.
1967 gründete er mit Bobby Falta das Schnuckenack-Reinhardt-Quintett – in der letzten Besetzung mit:
* Schnuckenack Reinhardt: Geige
* Forello Reinhardt: Sologitarre
* Ricardo Reinhardt: Rhythmusgitarre
* Helmut Weis: Piano
* Jani Lehmann: Kontrabass