Lebendige Erinnerung

 

12. März 2006

Emil Beck

Emil Beck (* 20. Juli 1935 in Tauberbischofsheim; † 12. März 2006 Tauberbischofsheim) war ein deutscher Fechttrainer.

Emil Beck, gelernter Friseur, begann Mitte der 1950er Jahre mit dem Fechtsport. Mit großer Leidenschaft für diesen Sport schuf er in Tauberbischofsheim das weltbekannte Fechtleistungszentrum, welches in den 1970er Jahren zur olympischen „Goldschmiede“ wurde. Als Trainer von Fechtgrößen wie Matthias Behr, Alexander Pusch und Anja Fichtel wurde er zum erfolgreichsten Fechttrainer der Welt. Olympiasiege, Weltmeister- und Europameistertitel wurden seit 1973 (erster Weltmeistertitel für einen Sportler aus Tauberbischofsheim) reihenweise unter seiner Obhut errungen. Beck zählte mit Karl Adam (Rudertrainer) und Gustav Kilian(Bahnrad) zu den großen Drei unter den Trainer-Autodidakten im bundesdeutschen Sport.

Einige Zeit, nachdem er sich aus dem Sport zurückgezogen hatte, kam Emil Beck wieder in die Schlagzeilen, als Vorwürfe wegen Veruntreuung von einer Million Euro aufkamen. Das Gerichtsverfahren konnte nicht zu Lebzeiten Becks zu Ende geführt werden. Er lebte zuletzt im Fechtinternat in Tauberbischofsheim, nachdem er sein Haus hatte verkaufen müssen.



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Matthias Behr wurde sein Nachfolger als Teamchef der deutschen Fechtnationalmannschaft.

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