12. Januar 2006
Udo Thomer (* 2. Oktober 1945 in Regensburg; † 12. Januar 2006 in München) war ein bayerischer Schauspieler.
Nach seiner Schauspiel- und Bühnenausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München hatte Thomer u.a. Engagements am Staatstheater Hannover, am Thalia-Theater Hamburg, in Stuttgart und München. Udo Thomer gehörte ferner zu den Ensembles der Salzburger Festspiele und der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel.
Seit Ende der 1970er-Jahre war der Schauspieler in zahlreichen bekannten TV-Serien zu sehen, darunter Der Millionenbauer (mit Walter Sedlmayr), Die Buddenbrooks, Irgendwie und Sowieso und Forsthaus Falkenau. Bundesweit bekannt wurde er durch seine Rolle als tollpatschiger Wachtmeister Anton Pfeiffer in über 30 Folgen der Serie “Der Bulle von Tölz” an der Seite von Ottfried Fischer und Katerina Jacob. Auch beim deutschen Film hatte er Rollen, beispielsweise in Loriots „Pappa ante portas“ oder „Ödipussi“.
Udo Thomer lebte zuletzt mit seiner Frau Edeltraud und dem gemeinsamen Sohn David im Münchner Stadtteil Perlach. Am 2. Januar 2006 stürzte er während des Besuchs eines Münchner Restaurants eine Treppe hinab und erlitt schwere Kopfverletzungen. Er wurde ins Klinikum Rechts der Isar eingeliefert, wo er in ein künstliches Koma versetzt wurde, aus dem er aber nicht mehr erwachte.
Filmografie (Auswahl)
* 1988 Ödipussi, Regie: Loriot
* Schwarz, Rot, Gold, Regie: Theo Mezger
* Die Schwarzwaldklinik, Regie: Alfred Vohrer
* Der Bergdoktor, Regie: Klaus Gendries
* Das schreckliche Mädchen, Regie: Michael Verhoeven
* Derrick, Regie: Horst Kummeth
* 1994 Ein Bayer auf Rügen, Regie: Walter Bannert
* 1994 Weißblaue Geschichten, Regie: Kai Borsche
* 1995 Kriminaltango, Regie: Peter Fratzscher
* 1995 Helden haben´s schwer, Regie: Klaus Gendries
* 1996 Café Meineid, Regie: Franz Xaver Bogner
* 1996 Es geschah am hellichten Tag, Regie: Nico Hofmann
* 1996-2005 Der Bulle von Tölz, Regie: Wolfgang F. Henschel u. a.
* 1997-2001 Tierarzt Dr. Engel, Regie: Werner Masten
* 1997 Der König von St. Pauli, Regie: Dieter Wedel
* 1997 Weißblaue Geschichten, Regie: Jörg Weißflog
* 1998 Menschenjagd, Regie: Markus Bräutigam
* 1999 Engel auf St. Pauli, Regie: Walter Bannert
* 1999 Annahme verweigert, Regie: Christa Mühl
* 2000 Am Anfang war…, Regie: Hartmut Griesmayr
* 2001 Siska, Regie: Hans Jürgen Tögel
* 2001 Der Alte, Regie: Helmuth Ashley
* 2001 Edel & Starck, Regie: Dirk Regel
* 2002 Der Landarzt, Regie: Sabine Landgraeber
* 2002 Der Alte, Regie: Gero Erhardt
* 2005 Die Geierwally, Regie: Peter Sämann
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Udo Thomer ist tot.
Es ist kaum fassbar, wenige Wochen nach seinem 60zigsten Geburtstag ist Udo Thomer gestorben. Er wird uns vor allem als “Kollege Pfeiffer”, der liebenswerte und meist etwas umständliche, grantelnde, bayrische Polizist vom “Bullen von Tölz” in Erinnerung bleiben. Wie er in “Sioux-City” im Cowboykostüm reiten durfte, oder im Fasching als Fachmann für Karnevalsbräuche sich um abgeschnittene Krawatten kümmern mußte. Doch er lebte auch gefährlich, in “Rote Rosen” wurde er mit einer Spritze attackiert und in “Berliner Luft” wurde er sogar als Mordverdächtiger ins Gefängnis gesteckt.
Ohne Pfeifer wird der Bulle von Tölz nicht mehr das sein, was er mal war.
Für die vielen schönen, amüsanten Stunden sagen wir “Danke, lieber Udo Thomer”.
Roland Hirsch, Berlin
Eintrag von Roland Hirsch am 1.Februar 2006
Ich habe Udo Thomer in zwei Loriotfilmen gesehen. Schon da fand ich ihn irgendwie besonders. Aber erst im Bullen von Tölz………… Er spielte den Pfeiffer so, als wenn er Pfeiffer sei. Immer aufrichtig , um beste Leistung bemüht, auch eben immer irgendwie liebenswert vertrottelt. Ohne Udo Thomer fehlt im Bullen was. Wie sehr werden die neuen Folgen zeigen. Ich vermisse ihn jedenfalls
Eintrag von Dieter Jost am 2.Februar 2006
Ich habe es erst heute beim Friseur gelesen, daß Udo Thomer nicht mehr lebt. Ich habe ihn so gerne in der Rolle des Pfeiffers beim Bullen von Tölz gesehen. Man kann ihn in dieser Rolle nicht ersetzen. Mein aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie.
Eintrag von Cornelia Krause am 7.Februar 2006
Ich wußte lange Zeit nicht einmal den Namen von dem Schauspieler, der das glatzköpfig, meißt komplizierte Charaktere darstellte. Meißt grantig, alles mit sich ausmachend. Eine ständige innere Unruhe prägte sein Auftreten. Auch die Gesichtszüge verwiesen auf ein nicht so einfaches Wesen. Er war schon genial. Eigentlich ein Bayer, spielte er oft im Hochdeutschen, so daß ich mir manchmal selbst nicht sicher war. Ist der ein baerischer Preiß oder ein preißischer Bayer? Für den Umstand, daß ich bis heute seinen Namen nicht wußte, hinterließ er über lange Jahre hinweg einen bleibenden Eindruck in seinen Darstellungen. Man sah ihn ja fast in jeder bayerischen Vorabendserie. Um so mehr war ich erschrocken, als mir mein Vater über seinen Tod berichtete und dachte bei mir. Des hätt`s doch jetzt a ned braucht.
Durch Zufall kam ich auf dieses Online Kondolenzbuch. Vorher blätterte ich auf den Seiten von Sat 1. Hier muß ich sagen, daß es schon schade ist, daß vom Tod des Pfeifers nichts zu lesen. Wahrscheinlich ist das im Privatfernsehen nicht möglich.
Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft, um den Verlust zu ertragen und mit der kommenden Sonne die Erinnerungen an einen großen Darsteller erstrahlen zu lassen
Eintrag von Andreas Reißner am 10.Februar 2006
Eine traurige Nachricht. Er hat so viele unterschiedliche Rollen so glaubwürdig gespielt, aber manche davon waren ihm richtig auf den Leib geschrieben. Schauspieltalent lag da wohl in der Familie (sein Vater war Schauspieler am Regensburger Stadttheater). Udo Thomers Mutter und meine Großmutter waren übrigens Nachbarn und befreundet.
Eintrag von Robert Ertl am 12.März 2006
Den “Bullen von Tölz” habe ich so gut wie nie geschaut, seine Rolle dort kenne ich also nicht wirklich gut. Ich durfte 1997 bei den Luisenburg-Festspielen gemeinsam mit ihm auf der Bühne stehen (ich “nur” als Statist). Bei einer Freundin hängt eine Autogrammkarte von ihm, und war mit Trauerflor bestückt. Sonst hätte ich auch nie mitbekommen, was vorgefallen ist.
Mein Beileid an die Angehörigen (wenn auch sehr verspätet)
Eintrag von Sandra Reichert am 8.April 2006
Erst vor kurzer Zeit habe ich erfahren,dass der Udo Thomer durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen ist.
Ich bin zutiefst erschüttert und sehr traurig darüber.Der”Bulle von Tölz”wird ohne Udo Thomer nur
noch halb so schön sein.Er war ein sehr guter und liebenswerter Schauspieler.
Dank seiner Filme wird Udo Thomer unvergesslich sein.
Mein aufrichtiges Beileid noch an die Familie.
Eintrag von JohannaBraun am 25.November 2006
So schnell vergeht ein Jahr. Kaum zu glauben, aber gestern jährte sich der Todestag von Udo Thomer zum ersten Mal.
Eintrag von Sandra Reichert am 13.Januar 2007
Ich habe heute die erste neue Folge ohne Udo Thomer gesehen und ich bin jetzt traurig… Ohne ihn ist es nicht mehr das, was es einmal war. Vergesst diesen großartigen Menschen bitte nicht so schnell, wie es in der heutigen Zeit leider üblich ist.
Eintrag von Harry Pasiak am 26.Februar 2007
Hab heute die neue Folge von unserem Bulln gesehen. Kann nur sagen fande es sehr sehr schade dass unsers Pfeiffer nicht mehr dabei ist ohne in fehlt etwas. Das habe ich heute leider feststellen müssen. trotzdem danke für die vielen schönen Folgen
Eintrag von fogi am 27.Februar 2007
Gestern war auf Sat 1 die erste Folge vom Bullen ohne Pfeiffer (und ohne Katerina Jakob) zu sehen. Wenigstens hat man diese Folge Udo Thomer gewidmet. Schade, dass er nicht mehr da ist. Trotzdem erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht.
Eintrag von Oliver Somer am 27.Februar 2007
Auch mir fehlt Udo Thomer sehr. Er war ein wunderbarer Schauspieler, voller Humor und Wärme. Bei ihm muss ich wieder an die bittere Lebensweisheit denken, dass es immer die Guten sind, die zu früh gehen müssen. Ohne ihn ist der “Bulle von Tölz” jedenfalls um eine wesentliche Attraktion ärmer. Schade, schade…
Eintrag von Monika Geier am 28.Februar 2007
Warum nur wird dieser außergewöhnliche Charakterdarsteller Udo Thomer, immer wieder nur auf seine Rolle als “Anton Pfeiffer” im Bullen von Tölz reduziert.
Schade eigentlich, in einer Serie ohne Tiefgang und Niveau.
Er war ein wunderbarer Schauspieler und ein ausgesprochen sympathischer,
natürlicher Mensch. Als Organisator der Präsentation des Spielplanes der Luisenburg-Festspiele bin ich ihm über viele Jahre in Nürnberg begegnet
und bei allen Premieren in Wunsiedel. Gerade bei diesen Festspielen zeigte er z.B. als “Braver Soldat Schwejk” und vor allem in der Rolle des Arthur Kirsch in “In der Löwengrube” sein wahres Können. Geniale und unvergessliche Momente für mich. Wenn er dann noch auf seiner Tournee gemeinsam mit seinem Sohn David an der Gitarre, auf der Bühne Weihnachtsgeschichten in unnachahmlicher Weise vortrug da sah man einmal mehr seine schauspielerischen Qualitäten.
Dies alles macht die Rolle “Pfeiffer” in einer mittelmäßigen Serie vergessen.
Ich werde Udo Thomer immer in meinem Herzen behalten.
Eintrag von Rüdiger Sander am 26.Februar 2010
Erst heute habe ich zufällig gelesen, dass Udo Thomer bereits seit einigen Jahren verstorben ist. Mir ist er vor allem durch etliche Darstellungen im Dortmunder “Studio” Anfang der 70er Jahre in Erinnerung, besonders in der Rolle als Edgar Wibeau in “Die neuen Leiden des jungen W”. Udo Thomer hat meine Leidenschaft für das Theater geweckt und wird mir immer in Erinnerung bleiben.
Eintrag von Bernhard Pszola am 30.März 2010