Walter Reuter
Walter Reuter (* 4. Januar 1906 in Berlin; † 22. März 2005) war deutscher Fotograf und Widerstandskämpfer, Spanienkämpfer und Kenner Mexicos.
Reuter musste vor dem Faschismus im Zweiten Weltkrieg flüchten. Er kämpfte im deutschen Widerstand gegen Hitler. Er emigrierte mit seiner Familie nach Frankreich. Er kämpfte anschließend an er Seite der Republikaner im spanischen im Bürgerkrieg. Dort geriet er in Kriegsgefangenschaft und wurde in einem Konzentrationslager in Marokko inhaftiert. Von dort aus gelang ihm die Flucht nach Marseille.
Er verließ Europa mit dem letzten Flüchtlingsschiff das in Marseille ablegte und fuhr mit 800 jüdischen Flüchtlingen auf dem Schiff in Richtung Mexiko.
Als Aufenthaltsort wurde ihm die 156 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt gelegene Stadt Puebla am Fuße der Vulkane Popocatépetl und Ixtaccihuatl zugewiesen. Nachdem er dort keine Arbeit fand, ließ er seine Frau Sulamith und seinen kleinen Sohn Jasmin in Puebla zurück und ging als Fotograf nach Mexiko-Stadt. Drei Jahre nach seiner Ankunft in Mexico kam er zum Film. Er drehte den Dokumentarfilm: “Historia de un rio” (Geschichte eines Flusses), über die Entstehung der Talsperre Temazcal und er arbeitete als Kameramann für die Wochenschau “Clasa y Cine Verdad”.
In der Zeitschrift “Nosotros” (Wir) veröffentlichte er seine erste Fotoserie “Los Techos de Mexico” (Die Dächer von Mexiko). 1954 starb seine Frau Sulamith. Einige Jahre später heiratete er Ana, eine Mexikanerin indianischen Ursprungs.
Auszeichnungen
Kritikerpreis der Filmfestspiele in Cannes (1956)
Veröffentlichungen
Walter Reuter Lacandonen-Indianerin, 1952 - Argon Verlag und Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e. V., Berlin 1990, ISBN 3-87024-171-3
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