Lebendige Erinnerung

19. Mai 2004

Carl Raddatz

Carl Raddatz (* 13. März 1912 in Mannheim; † 19. Mai 2004 in Berlin) war ein deutscher Film- und Theaterschauspieler.

Raddatz nahm Schauspielunterricht in Mannheim. Durch Willy Birgel kam er an das Nationaltheater Mannheim. Er spielte danach in Aachen, Darmstadt und Bremen.

1937 verpflichtete ihn die UFA in Potsdam-Babelsberg für den Film Urlaub auf Ehrenwort. Es folgten die UFA-Produktionen Zwölf Minuten nach Zwölf (1939), Zwielicht (1940), Immensee (1943) und Unter den Brücken (1945). Obgleich er auch in NS-Propagandafilmen wie Wunschkonzert (1940), Heimkehr (1941) und Stukas (1941) mitwirkte, war er im Freundeskreis als Nazi-Gegner bekannt.

Nach dem Zweitem Weltkrieg wurde Raddatz in Rosen im Herbst (1955) und Made in Germany (1957) zum Publikumsliebling. 1975 drehte er seinen letzten Kinofilm: Jeder stirbt für sich allein. 1979 kehrte er als Konsul in der TV-Verfilmung des Thomas-Mann-Romans Die Buddenbrooks zurück.

Raddatz gehörte zum Ensemble der Staatlichen Bühnen Berlins, trat im Schiller- und Schlosspark Theater in Des Teufels General von Carl Zuckmayer und Warten auf Godot von Samuel Beckett auf. 1963 wurde er zum Berliner Staatsschauspieler ernannt, 1972 zum Ehrenmitglied der Staatlichen Bühnen. Nebenher synchronisierte er ausländische Filmproduktionen. Raddatz war die deutsche Stimme von Humphrey Bogart, Robert Taylor und Lee Marvin. 1972 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, 1979 für sein Lebenswerk das Filmband in Gold.

Als Heribert Sasse die Berliner Staatsbühnen übernahm, warf er dem 74-jährigen (!) Raddatz „mangelndes Engagement“ vor und verlängerte seinen Vertrag nicht mehr.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopaedie

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