Lebendige Erinnerung

13. August 2003

Helmut Rahn

Helmut Rahn, genannt Der Boss, (* 16. August 1929 in Essen; † 13. August 2003 in Essen) war ein deutscher Fußballspieler.

Begonnen hat Helmut Rahn seine Karriere bei Altenessen 1912, wo er von 1938 bis 1946 spielte. Danach wechselte er in die Landesliga zum SC Oelde 1919, für den er 52 Tore erzielte, und schließlich 1950/51 für eine Saison zu den Sportfreunden Katernberg.

Seine größten Erfolge feierte Rahn als Vereinsspieler mit Rot-Weiss Essen, wo er von 1951 bis 1959 spielte. Dort wurde er 1953 DFB-Pokal-Sieger und 1955 Deutscher Meister. Ein Angebot zum Racing Club Buenos Aires zu wechseln lehnte er 1952 ab. 1959 bis 1960 spielte er für den 1. FC Köln. 1960 wechselte er zum niederländischen Club SC Enschede. Beim Start der Fußball-Bundesliga 1963 spielte er beim Meidericher SV (1967 umbenannt in MSV Duisburg), wo er 1965 seine Karriere wegen einer Knieverletzung beendete.

Seinen Platz in den Annalen der Fußballgeschichte erkämpfte sich Rahn aber mit der Nationalmannschaft. Im Finale der Fußball-WM von 1954, in dem die deutsche Elf gegen Ungarn bereits mit 0:2 zurücklag, bereitete Rahn das 2:1 vor, schoss den Ausgleichstreffer zum 2:2 und den Siegtreffer zum 3:2-Endstand, der den sensationellen Titelgewinn (Wunder von Bern) der deutschen Elf bedeutete. Im Kontext des sich langsam wieder entfaltenden Selbstbewusstseins von Nachkriegsdeutschland, gilt der Siegtreffer gegen die favorisierten Ungarn als das bis heute wohl berühmteste Tor in der deutschen Fussballgeschichte. Insgesamt bestritt Rahn 40 Länderspiele und erzielte dabei 21 Tore.

Seinen Spitznamen Der Boss trug er aufgrund seiner fußballerischen Führungsfähigkeiten.

Helmut Rahn gründete nach seinem aktiven Fußballerleben in Essen-Altenessen einen Autohandel an der Altenessener Straße. Er war ein Original mit Mutterwitz und ein sehr kommunikativer Mensch. Über ihn sind in Essen noch viele Geschichten im Umlauf. Eine (allerdings nicht verbürgte):

Helmut Rahn wurde von Freunden mal gefragt, wie denn sein Autohandel so funktioniere. Sinngemäße Antwort: „Na toffte. Ich kauf ´ne Karre für tausend, verkauf´se für viertausend. Und von die drei Prozent leb ich.“


aus Wikipedia, der freien Enzyklopaedie

Einträge:

Helmut Rahn gehört neben Ottmar und Fritz Walter, Max Morlock und anderen zu den ganz grossen Helden der deutschen Fussballgeschichte und übertrifft als Torschütze des dritten Tores von 1954 in Bern kurz vor Abpfiff die Kollegen wohl noch in der Dramatik des Ruhmes. Wäre er jedoch der Berufung nach Buenos Aires nachgegangen, wo der Profifussball wie in Spanien demjenigen von Deutschland um zwei Jahrzehnte voraus war, hätte ihn Sepp Herberger nicht berufen, man vergleiche den Nachruf auf die Torhüterlegende Bernd Trautmann vom Juli 2013. Auch Helmut Rahn wurde im Hotel in Spiez/Berner Oberland, wo er zur Zeit der Weltmeisterschaften 1954 untergebracht war, mit einem nach seinem Namen benannten Zimmer geehrt.

Eintrag by Meier Pirmin am 13.August 2013


Gedanken und Erinnerungen an Helmut Rahn hinterlassen:

Um Missbrauch zu vermeiden erscheint der Eintrag jedoch erst nach Sichtung durch die Redaktion.

© 2017 Portal der Erinnerung ist ein Projekt von hassheider koeln
Wp | Anmelden |