Lebendige Erinnerung

 

15. Juni 2003

Nicolas

9 Jahre / zu Tode gequält im September 2003

Die Verurteilten hatten den Jungen täglich geohrfeigt und mit Kochlöffeln blau geprügelt. Trotz der Sommerhitze bekam er kaum etwas zu trinken. Nachts musste er oft geknebelt und an den Füßen gefesselt auf dem Boden knien. Gestorben ist der Junge schließlich an einer Hirnblutung, die von Schlägen auf den Kopf herrührte. Außerdem war sein Körper wegen des Wasserentzugs stark ausgetrocknet. “Das Kind hat eine langen, qualvollen Todeskampf durchlebt”, hatte ein Gutachter während des Prozesses gesagt.

Angeklagte ohne Reue

Während der Verhandlung vor dem Straßburger Strafgericht zeigten die geständigen Angeklagten kaum Reue oder Bedauern. Der Junge sei “turbulent und widerspenstig” gewesen, begründete die Mutter ihr Verhalten. Alle hätten auf Nicolas eingeschlagen, wie auf einen Sandsack, sagten die Eltern. Die Familie wohnte in einer Drei-Zimmer-Wohnung in einem Straßburger Sozialviertel mit vier Erwachsenen, vier Kindern und sieben Katzen.

 

  

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Einträge:

Kleiner Nicolas, es tut zutiefst weh über dein Leid zu lesen und zu wissen wie sehr du gequällt wurdest.
Ich weiß dort wo du jetzt bist geht es dir besser.
Traurige Grüße
Marion und Max

Eintrag von Marion am 7.März 2006


Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen
seit Jahren Betroffene rund um die Welt um 19
Uhr brennende Kerzen in die Fenster.Während
sie in der einen Zeitzone erlöschen,werden
sie in der nächsten entzündet,so daß eine
Lichtwelle 24 Std. die ganze Welt umringt.
Jedes Licht im Fenstersymbolisiert,daß diese
Kinder das Leben erhellt haben und daß sie
nie vergessen werden.Das Licht steht außerdem
für die Hoffnung,daß die Trauer das Leben der
Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben
läßt.Das Licht schlägt Brücken von einem
Betroffenem Menschen zum anderen,von einer
Familie zur anderen,von Haus zu Haus,Von
Stadt zu stadt,Von Land zu Land.
Es versichert Betroffene der Solidarität
untereinander.Es wärmt ein wenig das kalt
gewordene Leben und wird sich ausbreiten,wie
es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.

Vielleicht stellt auch Ihr am 14.Dezember eine Kerze ans Fenster für all die Kinder, die ihre Wünsche nicht mehr leben dürfen.

Eintrag von Tina am 10.Dezember 2008


Wir werden dich nicht vergessen! Ein tapferer kleiner Junge und doch hat dir keiner geholfen. Da wo du jetzt bist geht es dir besser!

Eintrag von Sabrina am 15.Januar 2009


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