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Roland Krüger

Posted By Klaus On 27. April 2003 @ 1:41 pm In Polizei,Privat | 3 Comments

SEK Beamter Roland Krüger (* Berlin; † 27. April 2003 in Ausübung seines Dienstes in Berlin Neukölln) war ein liebevoller Ehemann und Vater. Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen. Du wolltest noch so gerne bei uns sein.

Wir trauern um den SEK Beamten Roland Krüger der wärend eines SEK Einsatzes brutal erschossen wurde.

Wie immer machte er seinen Job bei der Polizei Berlin, doch an diesem Tage sollte es sein Ende sein, wir alle wissen nicht warum, wut, trauer und verzweiflung befallen uns noch heute angesichts diesen tragischen einsatzes.

Zitat seiner Frau:

Es duftet nach frischem Kaffee. Auf einem Teller liegen Süßigkeiten, Gebäck wird gereicht. Während Rottweiler Rico unter dem Tisch träumt, kommt aus dem Kinderzimmer die 16-jährige Denise mit ihrer zehn Monate alten Stiefschwester Kim auf dem Arm. Die
Mutter des süßen Babys lächelt, als sie ihren Schatz sieht.

Eine glückliche Familie, so könnte man meinen. Doch der Schein trügt. Das Lächeln ist müde, ein Schleier der Trauer liegt auf dieser Wohnung in Buckow:

Dort lebte bis zum 23. April der Berliner Elite-Polizist Roland Krüger. An jenem Tag wurde der 37-Jährige von einer Kugel in den Kopf getroffen. Die einst strahlenden Augen seiner Lebensgefährtin Birgit sind seitdem mit Tränen gefüllt.

“Ich will nicht glauben, dass Roland nie mehr da sein wird. Noch immer höre ich seine Stimme, spüre ihn ganz nah bei mir. Unsere Seelen sind miteinander verbunden”, tröstet sich die 37-Jährige. Nachts kuschelt sie sich an eine Plüschkatze, die ihr Freund ihr geschenkt hatte.

Seine Sachen liegen noch an denselben Stellen wie vor dem tragischen Ereignis. Es ist noch zu früh für die Frau, den Verlust wirklich zu begreifen.

Heute auf den Tag genau vor drei Wochen starb Roland Krüger.

Vier Tage zuvor war er in einer Wohnung an der Kienitzer Straße in Neukölln tödlich getroffen worden.

Es tut uns unendlich leid doch wir sind nur Menschen und können sowas nicht verhindern.

Roland Krüger war ein guter Polizist und ein noch besserer Vater und Ehemann.

Grüß die Engel wenn du sie erblickst!

Die Kollegen des PP Berlin
das LKA 211, sowie alle hinterbliebenen.

Dein Kollege Michael


3 Comments (Open | Close)

3 Comments To "Roland Krüger"

#1 Comment By Mario Krichbaum On 31. Juli 2009 @ 9:42 am

Ich habe heute mal wieder so eine Phase in der ich an die verletzten und getöteten Kollegen denken muß.Mein Name Mario Krichbaum.Ehemaliger Berliner Polizeibeamter.Im Dienst schwer verletzt und nach langen Jahren pensioniert.Ich habe immer gedacht, daß mir nichts passieren kann,obwohl schon andere Kollegen bei Einsätzen verletzt oder gar getötet worden waren, aber selbst ist man ja kugelsicher, bis man dann feststellt, dass man es nicht ist.Auch an die Kollegen Roland Krüger und auch an Uwe Lieschied mußte ich heute mal wieder denken.Da ich fast jeden Tag mit meinem Schicksal konfrontiert werde,muß ich auch desöfteren an die anderen denken.Polizeibeamte mit Leib und Seele, so wie ich einer war.Der Schmerz, wird immer bleiben,genauso,wie der Gedanke an die Kollegen, die sich für Recht und Gesetz eingesetzt haben und die ich auch nie vergessen werde.Ich hoffe auch,daß die anderen Kollegen, die jeden Tag ihren Dienst auf der Straße versehen sich mal die Zeit nehmen, in sich gehen und darüber nachdenken, was passieren kann.Aber sie sollten auch eine kleine Denkminute einlegen für die Kollegen, die im Dienst ihr Leben gelassen habe.Ich mache es heute noch so und ich werde sie nie vergessen.

#2 Comment By Rina Krichbaum On 3. Januar 2010 @ 2:40 pm

Es ist immer wieder schlimm in den Medien davon zu hören,
wie Polizisten, die versuchen sich für das Recht einzusetzen schwer verletzt oder gar getötet werden. Es wird dann zweimal darüber berichtet und dann ist Schluss, Vorbei. Mein herzlichstes beileid für alle, denen so etwas wiederfahren musste bzw. alle die davon betroffen sind (Verwandte, Freunde), so wie ich.

#3 Comment By Christiane Krichbaum-von Einem On 4. Januar 2010 @ 11:41 pm

Ich lese gerade den Eintrag von o.a.Rina Krichbaum. Liebe Rina, ich glaube nicht, das diese Worte von Dir stammen. Ich glaube sogar, daß Dir jemand bei der Formulierung beigestanden hat. Ich bin doch dann sehr ertaunt, das diese Worte ausgerechnet nach unserem Telefongespräch am So, den 03.12.2010 auf dieser Seite erscheinen.Worte, die benuzt werden, um o.g. Personen, – Polizisten und Menschen, denen unendliches Leid zugefügt worden ist – ,irgendwelche fadenscheinigen Beileidsbekundikungen zukommen zu lassen, sind meiner Meinung nach so falsch und so unehrlich, das diejenigen Menschen, die sie aussprechen, dafür bestraft werden müssen.Ich glaube, niemand der diese Menschen und deren Schicksale (und deren Außmaße)
nicht kennt kann sich in deren Lebenssituation auch nur annähernd hineinversetzen.Vor allen Dingen Menschen aus dem Umfeld der betroffenen Personen, die zudem noch für deren Leid, für Folgeerscheinungen, (Verlust der Beziehung(Scheidung)), Kindesentzug, Betroffenheit der Seele usw. usw.verantwortlich sind, sollten sich Gedanken um Ihren Status im Leben der betroffenen Menschen machen. Diese Personen brauchen den Beistand aus Ihrem Umfeld und die Ehrlichkeit der Menschen, die sie mögen, bzw. die mit ganzem Einsatz hinter Ihnen stehen. Diese Menschen, wie z.B. auch die verletzten Polizisten, von denen tatsächlich nur die eine Seite in der Zeitung erscheint und die dann in Vergessenheit geraten, brauchen nicht nur den vollen Beistand ihrer Familie und von Freunden. Sie brauchen auch den Beistand all derer, für die sie ihren Kopf hingehalten haben und für die sie (fast) ihr Leben gegeben hätten. Ich bedanken mich im Vorfeld bei allen, die gewisse Gedanken für unsere betroffenen ANGEHÖRIGEN (s.o.) und deren Familien haben.
Christiane Krichbaum-von Einem


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