Lebendige Erinnerung

 

17. Februar 2002

Heinz Kaminski

Heinz Kaminski (* 15. Juni 1921 in Bochum; † 17. Februar 2002 in Arnsberg) war ein deutscher Chemieingenieur und Weltraumforscher und hat drei Kinder.

Am 5. Oktober 1957 gelang es Kaminski in Bochum, außerhalb des sowjetischen Territoriums erstmals die Signale des Satelliten Sputnik zu empfangen. Heinz Kaminski gründete und leitete später die Sternwarte Bochum. Kaminski beschäftigte sich auch mit der Umweltforschung. Obwohl Kaminski nur Hobbyastronom und kein Fachastronom war, wurde er häufig von den Medien zu astronomischen Ereignissen befragt. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre engagierte sich Kaminski politisch zunächst in der Partei Grüne Aktion Zukunft, dann in der Bürgerpartei.

Im Keller seines Wohnhauses hatte der studierte Chemie-Ingenieur und ehemalige Marine-Funker Heinz Kaminski, auf alten Holztischen eine Funkempfangsstation aufgebaut und auf der Wiese vor seinem Wohnhaus in Bochum im Stadtteil Sundern eine Antenne mit seinen drei Mitstreitern errichtete, mit deren Hilfe er ab dann nach Tönen aus dem Weltall lauschte. In der Nacht zum 05.Oktober 1957 gelang Kaminski schließlich die Sensation. Als erste Station außerhalb des russischen Territoriums empfing er die Signale des Sputnik-1, des ersten künstlichen Satelliten im All. Die Tonbandaufnahmen aus Bochum waren der unwiderlegbare Beweis für den Beginn der Eroberung des Weltalls. Kaminski übernahm 1961 die Leitung der von ihm gegründeten Volkssternwarte Bochum. Im Laufe der Jahre baute er die Anlage rund um die Volkssternwarte zum Institut aus und sorgte dafür, dass es den Anschluss an die internationale Weltraumforschung schaffte. Schließlich empfing er alles an Raumflugkörpern von den Sputniks, Luniks über Wostok und Woschod was es gab. Mit seiner Station konnten 1963 erstmals in Europa Satellitenbilder des US-Wettersatelliten Tiros-8 empfangen werden. Er installierte 1967 eine 20 Meter große Parabolantenne in einem Radom, mit der er alle Apollo-Missionen verfolgt habe. Als seinem Institut 1982 die Subventionen gestrichen wurden, wandelte Kaminski die Volkssternwarte Bochum in das private “Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung” (IUZ) um, welches sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer hochrangigen Bildungseinrichtung entwickelt hat.

Am 17.Februar 2002 verstarb der anerkannte Weltraumforscher Heinz Kaminski im Alter von 80 Jahren.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopaedie

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