Hannelore Kohl
Johanna Eleonore Kohl genannt Hannelore Kohl, geborene Renner, (* 7. März 1933 in Berlin; † 5. Juli 2001 in Ludwigshafen vermutlich durch Suizid) war die Ehefrau des deutschen Bundeskanzlers a.D. Dr. Helmut Kohl.
Hannelore Kohl wuchs in Leipzig auf. Ihr Vater, Wilhelm Renner, war Betriebsdirektor und Prokurist der Hugo Schneider AG (HASAG), dem größten Rüstungsbetrieb in Mitteldeutschland von 1939 bis zum Ende des II. Weltkrieges.
Während eines Klassenfests in Ludwigshafen lernte die fünfzehnjährige Hannelore Renner 1948 den achtzehnjährigen Helmut Kohl kennen, den sie nach zwölf Jahren Bekanntschaft und zweitausend an sie gerichteten Liebesbriefen am 27. Juni 1960 heiratete.
Hannelore Kohl begann ein Sprachenstudium, das sie bedingt durch den Tod ihres Vater beenden musste. Aufgrund dessen begann sie eine kaufmännische Lehre als Fremdsprachenkorrespondentin.
Bis in die 1980er Jahre widmete sich Hannelore Kohl der Erziehung der 1963 und 1965 geborenen Söhne Walter und Peter. 1983 gründete sie das Kuratorium ZNS (2005 umbenannt in ZNS – Hannelore Kohl Stiftung) für Unfallverletzte mit Schäden des Zentralnervensystems und wurde dessen Präsidentin. 1988 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, weitere Ehrungen folgten.
Die gelernte Dolmetscherin, die Englisch und Französisch perfekt beherrschte, verstand es aufgrund ihrer sprachlichen Kenntnisse hervorragend mit den ausländischen Gästen umzugehen. Auch zu den Ehefrauen der Staatsmänner konnte sie freundschaftliche Beziehungen aufbauen.
Im Jahr 2001 verübte Hannelore Kohl im Alter von 68 Jahren – vermutlich – Suizid.
Im Gedenken an Hannelore Kohl hat die Stadt Ludwigshafen im Mai 2004 eine Uferpromenade am Rhein nach ihr benannt.